Raumnot im Rathaus Warum kein Neubau am Beauner Platz?

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„Im Rathaus herrscht akute Raumnot“, BA vom 15. Februar

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Nach dem Bericht über die Raumsituation im Rathaus und die Überalterung der Infrastruktur lohnen sich aus meiner Sicht einige grundsätzliche Überlegungen. Unabhängig davon, wieviel Büro- und Nutzflächen (wie für Besprechungen, Beratungen) entsprechend der Personalstärke erforderlich sind, ist mit Blick auf erforderliche Digitalisierungen im Rathaus dringender Handlungsbedarf angesagt. Ganz abgesehen von Investitionen in eine klimaneutrale und effiziente Infrastruktur.

Was wäre eigentlich, wenn wir gemeinsam aus der Vergangenheit lernen und nicht Unsummen in die Sanierung einer suboptimalen Immobilie schütten, sondern neu und zeitgemäß in die Zukunft blickend denken? Wäre es vermessen, ein digitalisiertes Rathaus mit Offenheit, Transparenz und modernem Bürger-Service an einem ganz anderen Standort zu denken?

Könnten Gebäude rund um den Beauner Platz vielleicht als „Stadthaus“ mit verhältnismäßig geringeren Investitionen zukunftssicherer genutzt werden? Denkbar wären ganz neue Multi-Nutzungsmöglichkeiten in so einem Areal. Vielleicht gibt es auch andere Lokalitäten, deren Nutzung sich aus einem Mauerblümchen-Dasein in ein hoch-akzeptiertes Stadt(verwaltungs)haus verändern könnte.

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Und was wäre eigentlich, wenn sich jemand finden ließe, der Interesse an dem bisherigen Rathaus-Areal hat, zum Beispiel für Wohnraum, und sich mit dem Erlös etwas Neues finanzieren ließe?

Sachlich und respektvoll

Klar, auf den ersten Blick sieht so etwas nach einem weiteren Großprojekt aus. Und in den letzten Jahren gab es nicht gerade Vertrauen schaffende Beispiele für ein gutes Handling bei Bau(planungs-)vorhaben. Und ich höre schon ganz viele „ja, aber“ und „wir haben doch immer schon“.

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Gleichzeitig rückt für mich nach dieser Berichterstattung der Handlungsbedarf am Rathausgebäude auf der Prioritätenliste aller Bauvorhaben ziemlich weit nach oben. In vielfacher Hinsicht sind alle Bürger darauf angewiesen, dass unser Rathaus – auch ergänzend zu dem tollen Engagement der Mitarbeiter – funktioniert. Und das zeitgemäß, serviceorientiert, einladend und offen. Ein technisch effizientes Gebäude ist dafür eine Grundvoraussetzung.

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Es wäre vorausschauend und nachhaltig, wenn sich Bürger und Politiker in einem ersten Schritt an solche Gedankenspiele trauen. Sachlich, respektvoll und nachhaltig lösungsorientiert.

Simone Strehler

Bensheim