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Stadtentwicklung Vor „Mauerbau“ erst mal andere Projekte abarbeiten

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Die Belastung der Zwingenberger Altstadt durch den Autoverkehr und eine Lösung durch Poller ist nun seit mindestens 2015 ein Thema – die Poller-Lösung wurde jahrelang von FDP und CDU abgelehnt. Im Jahr 2017 – in den Zeiten der Planung von B 3-Sanierung und zur Bebauung des ehemaligen Bauhofgeländes – wurde mir von Herrn Bürgermeister Holger Habich avisiert, dass die Poller noch nicht jetzt kommen, sondern erst nach dem Ende der B 3-Sanierung. Dies wurde dann auch im Jahr 2018 in den Haushaltsberatungen beschlossen.

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Klingt wie Hohn

Und nun – im Jahr 2021 – wird eine Kopplung mit dem Schulneubau konstruiert, die so im Altstadtprogramm nicht dokumentiert ist, um mit diesem Trick die Poller wieder einmal – dieses Mal locker um weitere fünf Jahre – zu verschieben. Da klingt es schon wie Hohn, wenn der Bürgermeister sich einerseits zu den Pollern bekennt, aber mal wieder nicht jetzt („Für Rathauschef Habich sind versenkbare Poller die dritte Stufe“, BA vom 1. Februar 2021).

Eine Bemerkung am Rande: Den Begriff „edle Ritter“, mit dem der CDU-Stadtverordnete Christoph Neumeister der GUD unterstellte, sie täten beim Thema Poller so, als seien sie die einzigen „edlen Ritter“ („Die Altstadt-Poller gibt’s noch nicht in diesem Jahr“, BA vom 1. Februar 2021), sollte Herr Neumeister nur mit Vorsicht benutzen: Spätestens nach der „Abwicklung“ des Jugendzentrum weiß man, dass es seiner Partei und der FDP eher um Wirtschaftlichkeit, als um Ritterlichkeit zu gehen scheint.

Drei Beispiele

Aktuell gibt es den Vorschlag, eine Art „Mauer“ an der Stelle der Alten Posthalterei zu erstellen („Mauer als Pflaster für Wunde im Stadtbild“, BA vom 18. Februar 2021). Hier würde ich doch darum bitten, dass man erst einmal die aktuellen Baustellen behebt, wie beispielsweise die Reparatur des Stadtmauer-Abschnitts an der Arresthausgasse, aus dem weiterhin Steine auf die Straße fallen und wo man durch Löcher in den Stadtpark schauen kann. Oder die Sanierung des Brunnens oben an der Scheuergasse, der wie ein Steinbruch aussieht. Oder die Herrichtung des Amphibienteichs beim Trinkwasserbrunnen, der schon über ein Jahr trocken liegt, obwohl er vorher restauriert worden ist.

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Vertane Chance

Um beim Thema Bauen zu bleiben: In den vergangenen Jahren jagte eine Idee für ein Baugebiet die andere. Und viele Menschen – so auch ich – haben die Übersicht verloren und es gab Kritik von den Bürgern. Mit meiner Anfrage im Januar an die Stadtverordnetenvorsteherin Birgit Heitland mit der Bitte um Aufklärung über Status und Details sowie meinem Wunsch nach einer echten Bürgerbeteiligung, wie auch jetzt im Bergsträßer Anzeiger berichtet („Projekt ,Gartenstadt’ ist auf Eis gelegt“, BA vom 21. Februar 2021), wurde ich auf nach der Wahl vertröstet.

Schade, das wäre eine echte Chance gewesen, um sich vor der Wahl informieren und eine Meinung bilden zu können.

Franz Lang

Zwingenberg

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