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Hospiz-Idee Von der aktiven Sterbehilfe abgrenzen

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„Mitgliederversammlung Hospiz-Verein: Klares Bekenntnis“, BA vom 2. Juli 2021

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Nachdem meine eigene Mutter 2019 im Hospiz Bergstraße ihre letzte Lebenswoche verbringen durfte, schätze ich die Hospizarbeit und namentlich das Haus an der Kalkgasse Bensheim sehr. Seitdem verfolge ich interessiert die gesamte Hospiz-Idee.

Im Artikel fiel mir deshalb eine Randnotiz auf: nämlich die Abgrenzung der Hospiz-Idee von der aktiven Sterbehilfe. Ich bin sehr dankbar dafür, dass die Hospiz-Bewegung sich bisher gegen entsprechende Entwicklungen verwehrt hat.

Vermutlich wird insgesamt die Bestrebung zunehmen, lebensmüden Menschen – auf ihren eigenen Wunsch hin, versteht sich – „aus dem Leben zu helfen.“

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Was zunächst so menschenfreundlich klingend daherkommt, erinnert mich doch sehr an die Aushöhlung des Lebensrechts am Anfang des Lebens: auf die Selbstbestimmung pochend, die Praxis verharmlosend. Die Folgen sind dort erschreckend und sind auch hier unabsehbar.

Geben wir diesem Ansatz nach, wird in Zukunft nicht nur todkranken Alten „assistiert“, sondern auch Krebskranken in den 40ern, Depressiven, durch Unfälle Querschnittgelähmten oder anderen Menschen. Machen wir uns nichts vor: Selbst vor Minderjährigen würde diese Entwicklung langfristig nicht Halt machen.

Ethische Bastionen verteidigen

Von daher ist es begrüßenswert und aller Mühe und Argumentation wert, den bisherigen Ansatz des Hospizwesens zu verteidigen: Mit Menschen die letzte Wegstrecke zu erleben und wenn es sein muss, zu durchleiden, und keinesfalls der Versuchung zu erliegen, diese Phase abzukürzen oder sich sonst einer Lebensherausforderung zu entziehen.

Es gibt ethische Bastionen, die dürfen wir nicht schleifen. Gerade die deutsche Vergangenheit zeigt deutlich, in welche Abgründe wir stürzen, wenn wir Anfängen nicht wehren.

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Martin Giebeler

Zwingenberg

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