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Formel 1 Verwarnung für Vettel hätte es auch getan

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Zweierlei Maß im Sprit-Fall Sebastian Vettel?

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Wie die Verfasser der Gesetze eines Rechtsstaates, haben sich auch die Schöpfer eines Sportreglements bei ihrer Arbeit etwas gedacht. Die zweite Stufe ist dann die Interpretation derselben. Als einstiger Aktiver und späterer Berichterstatter in der kleinen Motorsport-Kategorie Kart habe ich selbst mehrfach erlebt bzw. beobachtet, mich oft gewundert, wie Funktionäre Sportgesetze auslegen bzw. anwenden.

Zum Thema: Die Vorschrift, dass im Formel-1-Rennwagen nach der Zieldurchfahrt noch eine Mindestmenge von einem Liter Sprit im Tank haben müssen, fundiert auf der Überlegung, dass ein Fahrzeug nicht kurz vor der Ziellinie liegen bleiben darf und so andere Fahrer gefährdet. Man hätte also ebenso gut zwei, drei oder einen halben Liter wählen können.

Sebastian Vettel ist durchs Ziel gekommen und hatte noch einen „Schluck“ im Tank. Insofern wäre meines Erachtens eine Verwarnung, evtl. in Verbindung mit einer saftigen Geldbuße völlig ausreichend gewesen. Nach ausgewogener Überlegung war also die Disqualifikation schlicht unangemessen. Aber wer weiß schon, welche Gedanken durch die Köpfe der Marschalls gegangen sind?

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Zweierlei Maß bei Verstappen

Vielleicht wäre man milder gestimmt gewesen, hätte man Max Verstappen bei dem gleichen „Delikt“ erwischt. Gar aus Angst vor seinen Fans? Mich hat immer gewundert, dass man diesen Jüngling, der sich in seiner Anfangszeit wie die „Axt im Walde“aufführte, dabei auch mal Vettel um einen guten Platz brachte, damals nicht für ein oder zwei Rennen gesperrt hat, um seinen „Elan“ etwas zu zügeln.

Zweierlei Maß? Auch so etwas, so heißt es, soll es schon gegeben haben, in der Justiz wie auch im Sport. Aber natürlich ist Lewis Hamiltons Fahrfehler, ob beabsichtigt oder nicht, plus Siegesjubel ein Grund für Verstappen, ihm das verdammt übelzunehmen. Schließlich hätte er sich nie so verhalten. Niemals!

Joachim Mandrysch

Bensheim

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