Berichterstattung Unbehagen über die Vorgänge um Assange und Nawalny

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„Auch mal an einen anderen Staatsfeind denken“, BA-Leserforum vom Mittwoch, 16. September

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Nach meinen Beobachtungen wurde beziehungsweise wird über beide Fälle von den Medien hinreichend berichtet. Darüber hinaus gab und gibt es Kommentare und Leserbriefe mit Meinungscharakter. Diese waren als solche für jeden erkennbar. Zugelassen wurden verschiedene Sichtweisen, Beleg für unabhängige Medien, für die wir weltweit beneidet werden. Möglicherweise gab es zum Fall Nawalny mehr Leserbriefe. Aber ist das dann die Schuld unserer Medien oder hätten sie fiktive Leserbriefe veröffentlichen sollen? Ich kann das negative Pauschalurteil über unsere Medien jedenfalls nicht nachvollziehen.

Bei den Vorgängen um die Herren Assange und Nawalny befällt mich gleichermaßen ein Unbehagen. Und doch gibt es einen kleinen, aber bedeutenden Unterschied: Herr Assange stand bislang vor ordentlichen Gerichten, auf Herrn Nawalny wurde ein feiger und hinterhältiger Giftanschlag verübt. Wer glaubt, Unrecht durch ein vermeintlich noch größeres Unrecht relativieren zu können, liegt schlichtweg daneben.

Hans-Lothar Molitor

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