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Kirche Sternstunden christlichen Glaubens

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Es wird viel Schlimmes über die Vertreter der Christen berichtet, in Scharen verlassen die Menschen die Kirchen. Aber es gibt auch positive Gegenbeispiele. Nach der Katastrophe im Ahrtal berichtete eine Bürgermeisterin im Fernsehen: Als sie die entsetzlichen Bilder geschickt bekam, rief sie den Pfarrer an: „Jetzt hilft nur noch beten.“

Im katholischen Gottesdienst in Bad Neuenahr ein Jahr später predigt der Pfarrer über Maria und Marta. Jesus lobt Maria, die nicht arbeitet und ihm zuhört. Der Priester: „Beim Anblick der Katastrophe konnte ich nicht mehr beten, ich musste helfen.“

Ein evangelischer Gottesdienst wurde aus dem Berliner Dom gesendet. Der reformierte Gast aus Zürich erzählt von den beiden Orthodoxen aus der Ukraine, die ihn aufsuchten. Der Mann arbeitet schon länger in der Schweiz, sie kam als Flüchtling und ist völlig verzweifelt: Ihr Bruder muss in der Ukraine kämpfen, sie ruft ihn täglich an. Der Prediger, ungeübt in solchen Zeichen, zeichnet ihr mit dem Finger ein Kreuz auf die Stirn. „Wollen wir beten?“ „Ja“. Die Drei beten zusammen ein Vaterunser. „Amen. Danke Vater“, sagt die Frau.

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Aber auch im Nahen und Alltäglichen gibt es immer wieder wunderbare Beispiele, zum Beispiel die Odenwälder und Lorscher, die spontan zum Helfen ins Ahrtal fahren, um Unbekannten beizustehen.

Im Gottesdienst predigt die stellvertretende Kirchenpräsidentin über den Jungen bei der Speisung der 5000: Fünf Brote und zwei Fische für so viele Menschen? Aus Kleinem kann Gutes werden. Alle werden satt. Ein großer Trost.

Meine Schwester wird in Bremen 90 Jahre alt. Wir können nicht mehr zu ihr fahren. Eine dortige gemeinsame Freundin verspricht, obwohl sie kaum noch laufen kann, einen Blumenstrauß vom nahe gelegenen Geschäft zu schicken. Dann der Anruf: „Ich habe alles erledigt und bezahlt. Aber von Dir will ich kein Geld, schicke es an ‚Brot für die Welt’“. Wie gerne tue ich das beim derzeitigen Hunger in der Welt.

Hildegard Schöpsdau

Lorsch

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