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Anwohnerparken Stadt will für Stellplätze saftige Preise

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Seit einigen Wochen versucht die Stadt Lorsch Parkplätze in der Kankorstraße an Anwohner zu verkaufen. Zuerst mittels eines jedem Haushalt zugesandten Schreibens. Dies hat aber wohl nicht den gewünschten Erfolg gehabt, genauer: Keiner hat das Angebot wahrgenommen.

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Seit einigen Wochen hat man das Marketing etwas aggressiver gestaltet. Nunmehr stehen sogenannte Leitbaken mit einem aufgeklebten Hinweisschild „Dieser Stellplatz steht zum Verkauf“ so geschickt, dass die Einfahrt zu diesem Stellplatz verhindert wird.

Das hat zumindest den Erfolg, dass, wie wir Deutschen halt so sind, in vorauseilendem Gehorsam die Stellplätze nicht belegt sind (mit wenigen Ausnahmen). Das hat wiederum zu Folge, dass insbesondere die Kankorstraßen-Bewohner vermehrt andere freie Plätze, besonders in der Kunigundestraße, benutzen, die übrigens drolligerweise trotz ihrer klassischen Einbahnstraßenbreite von zwei Seiten befahren werden kann.

Informationen zu dieser neuen Vertriebsidee sind unter www.lorsch.de/de/bauen-umwelt/baugrundstuecke zu erhalten. Der Preis ist für die angebotenen rund 14 Quadratmeter mit 8500 Euro saftig.

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Und da wären wir ja schon beim richtigen Amt, „Umwelt“. Wäre es nicht sinnvoller auch in Kontext neuer Ideen zur urbanen Mobilität, wenigstens diese Plätze mit Stromanschluss auszustatten und zu einem angemessenen Preis zu verkaufen? Dann hätte die Stadt zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen – erstens, die wohl dringend benötigten Einnahmen zu generieren, und zweitens, in Zeiten des Klimawandels und der hohen CO2-Belastung der zukunftsweisenden E-Mobilität einen Schub zu geben.

Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht und vermute, dass es eher in Richtung solarbetriebener Parkscheinautomaten hinausläuft.

Udo Traeger

Lorsch

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