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Klimawandel Sonntagsreden und Lippenbekenntnisse erreichen nichts

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„Mutige Fragen eines Dekans sehen anders aus“, BA-Leserforum vom 1. November

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Danke an den Autor des Leserbriefs und seine offenen Worte. Ähnliche Gedanken sind mir beim Lesen des Berichts zum Reformationstag von Dekan Arno Kreh in den Sinn gekommen. Ich kann den Autor nur in seiner Wahrnehmung bestärken.

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Kirchenverantwortliche – ich spreche jetzt aus meinem Erfahrungsbereich in der badischen Landeskirche – machen zwar viele plausible Worte zum Thema Klimawandel – nicht nur mündlich, sondern auch auf Papier –, aber die Realität sieht leider nicht nach Bewahrung der Schöpfung aus.

Nachhaltiges Handeln geht anders

Schon seit September 2019 gibt es einen informativen Leitfaden der Evangelischen Landeskirche in Baden (EOK) mit dem Titel „Auf die Sonne setzen“, in dem die Nutzung der Sonnenenergie propagiert und empfohlen wird.

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Was für eine Farce aber, wenn die Kirchenverantwortlichen in Laudenbach ein neues Gemeindehaus mit einer Gasheizung bauen lassen, anstatt eine Pellet- oder Hackschnitzelheizung oder, noch besser, eine Photovoltaik-Anlage – wie sie der EOK selbst empfiehlt – zu installieren.

Photovoltaik abgelehnt

Des Weiteren wurden zur Gründung des neuen Gemeindezentrums Minipfähle, aber keine Energiepfähle in den Boden eingebracht, mit denen sich die Erdwärme hätte nutzen lassen. Nachhaltiges und konsequentes Handeln sieht anders aus.

Schon vor nunmehr sieben Jahren (im Oktober 2014) habe ich angeregt, eine Photovoltaik-Anlage gemeinsam mit der Energiegenossenschaft Hohe Waid eG Weinheim auf unserem (alten) Gemeindezentrum zu installieren. Von den Kirchenverantwortlichen vor Ort abgelehnt.

„Die Grenzen des Wachstums“

Inzwischen gibt es zwar besagten Leitfaden, der aber an der Realität im Jahr 2020/21 in Laudenbach nichts geändert hat und auch dem Klima nichts nützt. Wer nicht aktiv Konsequenzen zieht und Veränderungen angeht, wird beim Klimaschutz nichts bewirken und nimmt die Gefährdung zukünftiger Generationen billigend in Kauf.

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Ich erinnere zum Schluss an den „Club of Rome“, der vor mehr als 50 Jahren (1968) gegründet wurde, und 1972 den Bericht „Die Grenzen des Wachstums“ veröffentlicht hat. Seitdem kämpft der Club of Rome für nachhaltige Entwicklung und setzt sich für den Schutz von Ökosystemen ein.

Schöne Worte helfen nicht

Viele Schulen, Schüler und Schülerinnen, die sich an den Aktionen – wie zum Beispiel „Fridays for future“ – beteiligen, haben sich zum Ziel gesetzt: Global denken – lokal handeln!

Und wir? Was sind wir selbst und auch die Kirche bereit, dafür tatsächlich zu tun?

Es reicht nicht, rhetorische Fragen zu stellen und nur immer wieder nur Überlegungen anzustellen, denn schöne Worte helfen unserem Klima nicht. Mit Lippenbekenntnissen und Sonntagsreden lässt sich beim Klimaschutz nichts erreichen. Es bedarf der notwendigen Umsetzung.

Rosemarie Schwarz

Ober-Laudenbach

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