Umwelt

Schutzwald schützen, solange er noch da ist

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Nach dem neusten Waldzustandsbericht sind die deutschen Wälder durch Dürre, Stürme und Borkenkäfer extrem geschädigt, und zwar bei 79 Prozent der Fichten, jeweils 80 Prozent der Eichen und Kiefern sowie 89 Prozent der Buchen. (Hier liegt etwas Grundsätzlicheres vor als beim Waldsterben der 1980er Jahre, wo durch Maßnahmen gegen sauren Regen viel verhindert werden konnte. Ursache ist die rapide Klimaerwärmung.)

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Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat ein Programm in Milliardenhöhe angekündigt, um die Wälder zu retten. Dafür bedürfe es freilich eines langen Atems.

Bekanntlich brauchen Aufforstungsprogramme Jahrzehnte, bis sie wirksam werden.

Die meisten Parteien führen Nachhaltigkeit und Naturschutz in ihren Programmen an. Doch hört man nichts über eine politische Unterstützung der Bürgerinitiative „Für Schutzwald und kleines Felsenmeer“, die verhindern will, dass auf Initiative von Röhrig Granit 6,2 Hektar Schutzwald gefällt werden.

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Die Coronakrise hat sehr deutlich gemacht, dass Natur nicht mit sich reden lässt und Vorsorge das Einzige ist, was massive Lebenseinschränkungen verhindern kann.

Offenbar haben aber auch mehrere aufeinander folgende trockene Jahre und schwerste Schädigungen des Waldes nicht dazu geführt, dass Schutzwald geschützt wird.

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Walter Böhme

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Bensheim

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