Marktplatz Ränkespiele vor der Wahl des Bürgermeisters

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Zeitnah mit dem Beginn der Diskussionen um das Haus am Markt sind wir als Neubürger nach Bensheim gezogen und verfolgen seither die Berichterstattung in der Zeitung mit großem Interesse.

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Es ist ja bizarr, wenn man aktuelle Leserbriefe liest, wie sich vernünftige Planung zu einer unendlichen Malaise entwickelt hat. Gruppen und Grüppchen kochen hier ihr Süppchen zu Lasten von Gelassenheit und Vernunft.

Beispiel Köln: Hier graben seit bald 15 Jahren Archäologen, um tief unter der Erde die Mikwa (das Frauenbad) hochzuheben und das ganze archäologische jüdische Viertel begehbar zu machen. Dafür wurden bereits mehrere Bauzäune im historischen Zentrum zwischen (wer es kennt) Gärzenichhaus, An Farina (die erste Kölnisch Wasser Herstellung) und dem historischen Rathaus gebaut, beschriftet, wieder abgerissen, neugebaut.

Zwischenzeitlich wurde noch an der Stelle das neue Museum Ludwig errichtet. Wer dort hin will, muss sich an der Baustelle geradezu durchschlängeln, um zum Museumseingang zu kommen. Niemand hat sich oder regt sich darüber auf.

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Zurück in Bensheim: Warum man sich über den Bauzaun aufregt und unbedingt den Bauschutt weghaben will, geht einen schwerlich durch den Kopf. Inzwischen stehen ja vor dem Zaun Bänke, hübsch anzusehen und Ruhepunkt, um das Geschehen auf dem Marktplatz auf sich wirken zu lassen. Das lässt sich noch eine Weile aushalten.

Wir werden das Gefühl nicht los, dass die ganzen Diskussionen in eine ferne Richtung deuten sollen: Die Wahl des Bürgermeisters scheint sich trefflich für diverse Ränkespiele zu eignen.

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Der Abgesang: Unsere Enkeltochter besucht die LFS und hat aktuell vom Deutschlehrerunter anderem die Aufgabe, eine Geschichte von den Schildbürgern zu schreiben. Trefflich würde sich dafür das Haus am Markt eignen, wenn nicht Anderes vorgegeben wäre.

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Maritha und Arno Becher

Bensheim