AdUnit Billboard

Russland Provokative Politik des Westens

Lesedauer

Keine einseitige Aggression Russlands“, BA-Leserforum vom Samstag, 8. Januar

Zwar hat es nie ein Versprechen der Nato auf einen Verzicht auf Osterweiterung auf die Staaten des ehemaligen Warschauer Paktes gegeben. Die Versicherung des US-Außenministers Baker an Gorbatschow und eine ähnliche des es damaligen Nato-Generalsekretärs Manfred Wörner, dass „sich die gegenwärtige Militärhoheit der Nato nicht ein Zoll in östlicher Richtung ausdehnen wird“ von 1990 bezogen sich nur auf das Gebiet der DDR. Das hat am 8.11.2014 Gorbatschow selbst bestätigt.

Aber die Politik des Westens gegenüber der Ukraine bei der orangen Revolution von 2004 und beim Euromaidan 2014 mit dem Assoziierungsabkommen zwischen der EU und der Ukraine war durchaus provokativ.

„Unfähig und größenwahnsinnig“

Helmut Schmidt bezeichnete sie damals (2014) „als unfähig und größenwahnsinnig. Sie mische sich in die Weltpolitik ein und provoziere damit die Gefahr eines Krieges.“ (Wikipedia)

Ich kann es niemandem verdenken, wenn er sich daran nicht mehr besinnt, dafür ist seitdem zu viel Aufregendes passiert. (Freilich: Bundespräsident Steinmeier wird sich noch an die Politik erinnern, die er damals als Außenminister betrieben hat. Nicht zuletzt, weil er sich über Schmidts Kritik geärgert haben wird.)

Aber wenn deutsche Außenpolitik so betrieben wird, als hätte es die Entwicklungen von 2014 nicht gegeben, ist das zumindest fahrlässig. Helmut Schmidt würde es vermutlich sogar noch kritischer sehen.

Walter Böhme

Bensheim

Leserbrief-Richtlinien online: www.bergstraesser-anzeiger.de/leserforum

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1