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Straßenverkehr Nicht warten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist

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Marodes Wartehaus auf der Kuralpe und andere Probleme:

Warum hat man gewartet, bis das Wartehaus nichts mehr wert ist, als es abzureißen. Hätte man sich früher darum gekümmert, wäre es gar nicht so weit gekommen. Jetzt werden wieder Schuldige gesucht. Hätte der Verschönerungsverein die 2000 Euro nicht für die unnötigen zwei Mitfahrbänke in Reichenbach und Beedenkirchen ausgegeben, so wäre das Geld für die Erneuerung der Wartehalle besser angelegt gewesen. Welche Person wird sich bei Wind und Wetter auf eine Bank setzen, um zu warten, bis ein Auto hält‚ um bei einem Fremden ins Auto zu steigen, ohne zu wissen, in welche Gefahr man sich begibt? Schon versicherungsmäßig wäre es für beide Seiten ein Risiko‚ sollte es zu einem Unfall kommen. Aus Erfahrung weiß ich, wovon ich spreche.

Die jetzt geplante Sanierung der Hutzelstraße mittels einer Dünnschicht mit Kaltasphalt ist hinausgeschmissenes Geld. Wenn der Unterbau nicht frostsicher ausgebaut wird, ist die Kaltteerung sinnlos, und nach dem ersten Frost beginnt da ganze von vorn und alles war Geldverschwendung.

Wenn alles glattläuft, könnte der Ausbau 2023 ausgeführt werden‚wie der Leiter vom Bauamt der Gemeinde berichtete. Da kann man sich nur noch wundern, wer das von unseren zuständigen Planern noch unterstützt.

Untaugliche Verbundsteine

Was die Ortsdurchfahrt von Beedenkirchen betrifft: wo der Ortsbeirat über den schlechten Zustand der sogenannten Läufersteine in der Reichenbacher Straße berichtet hat, kommt es noch schlimmer. Sämtliche Verbundsteine in der Straße, die im Auftrag von Hessen Mobil vor Jahren verlegt wurden, sind überhaupt nicht zulässig für einen Bürgersteig, der wegen der Enge der Straße auch von schweren Lkw und Bussen benutzt werden muss. Das Streusalz im Winter trägt noch das nötige dazu bei. Hessen Mobil war jedes Jahr mit zwei Mann damit beschäftigt, die defekten Steine auszutauschen.

Schon vor zweieinhalb Jahren habe ich den Bürgermeister am Rathaus angesprochen, um mit ihm auf den Friedhof in Beedenkirchen zu fahren. Zwei große Lkw-Ladungen Kies mit Körnung zwischen zwei und drei Zentimetern wurden auf dem Weg vor der Trauerhalle abgeladen, um ihn von den Mitarbeitern des Bauhofs zu verteilen. Der größte Hammer stellte sich erst heraus, als ich zum Grab meines Bruders wollte: Ich konnte auf dem Kies kaum laufen‚ ganz zu schweigen von älteren Bürgern mit Rollator oder Rollstuhl, die nicht einen Zentimeter vorwärtskamen, so dass der Kies nach vier Wochen wieder entfernt wurde. Vorher haben sich noch der Ortsbeirat und der Herr Pfarrer mit Schippe in der Hand auf dem Kieshügel in einem Bild festhalten lassen, das im BA veröffentlicht wurde.

Der schon jahrelang geforderte Fuß- und Radweg zwischen Wurzelbach und Beedenkirchen könnte in kurzer Zeit verwirklicht werden, ohne dass große Kosten entstehen müssten. Vor etwa sieben Monaten hat sich Bürgermeister Heun mit einem Mitarbeiter von Hessen Mobil zu einem Termin oberhalb der Destag in Reichenbach verabredet, um sich Rat zu holen, wie man die B 47 hier gefahrlos überqueren könnte. Das Ergebnis war, dass aus Sicht von Hessen Mobil an der fraglichen Stelle kein Zebrastreifen möglich ist.

Zebrastreifen in Reichenbach

Die Argumente über die Lkw-Ausfahrt an der Destag und vom Aldi-Markt sind an den Haaren herbeigezogen. Schon seit etwa 60 Jahren wird die Ein- und Ausfahrt ohne Probleme genutzt. Und jetzt soll an der fraglichen Stelle kein Zebrastreifen möglich sein? Ein Verkehrsschild mit dem Hinweis auf Tempo 30 würde das Unfallrisiko zusätzlich mindern.

Die Fehler‚die sich Hessen Mobil allein beim Ausbau der B 47 zwischen Elmshausen und Gadernheim geleistet hat, sprechen nicht für eine große Erfahrung, was den Straßenbau betrifft. Allein bei der Erneuerung der Leitplanken über 100 Meter merkte men nach etwa 30 Metern, dass die Stahlträger auf 70 Meter alle zu kurz waren, da sich auf der Rückseite ein Abhang befindet. Das hätte man schon beim Ausmessen feststellen müssen. Es dauerte dann etwa sieben Monate, bis Ersatzteile zur Verfügung standen.

Das waren nur ein paar Beispiele von vielen, die sich Hessen Mobil allein in Lautertal geleistet hat. Als ich bei der Behörde angerufen habe‚ um sie auf die Fehlplanung in Beedenkirchen aufmerksam machte, wusste der Mitarbeiter nicht einmal, dass es wasserdurchlässige Verbundsteine gibt und die sich mit der Zeit durch das Streusalz auflösen.

In Gadernheim wurde vor etwa 28 Jahren die Straße neu gemacht, die Bürgersteige wurden mit Verbundsteinen verlegt,wo auch jede Woche schwere Lkw und Müllfahrzeuge den Bürgersteig mitbenutzen. Diese Verbundsteine sind nach wie vor in einem einwandfreien Zustand.

Werner Degenhardt

Gadernheim

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