Mit Respekt begegnen

Von 
Leserbrief-Schreiber: Christiane Haas
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Zum Thema Rassismus:

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Zu Beginn möchte ich betonen, dass ich grundsätzlich gegen jede Form von Benachteiligungen bin. Trotzdem gefällt mir die mittlerweile häufig negative und verbissene Interpretation von Alltäglichkeiten nicht. Dafür nenne ich zwei Beispiele:

1. Herzogin Meghan beklagt öffentlich, dass jemand aus der Familie sich Gedanken gemacht hätte, ob die Hautfarbe des noch ungeborenen Kindes heller oder dunkler würde. Der (schwarzen) Moderatorin bleibt aufgrund dieser Ungeheuerlichkeit der Mund offen stehen. Aber: Wird in allen Familien nicht geraten, wem von den Eltern das Kind wohl mehr ähneln würde? Und wäre es auch rassistisch ausgelegt worden, wenn man gefragt hätte, ob der Nachwuchs vielleicht die rötlichen Haare des Vaters bekommt?

2. Vor einiger Zeit beschwerte sich eine Frau mit nicht-europäischen Aussehen im Fernsehen darüber, dass sie manchmal nach ihrer Herkunft gefragt würde. Die Frage an sich wäre schon rassistisch, weil man damit unterstelle, dass sie anders sei. Aha – ich gebe zu, dass ich das auch schon öfter getan habe. Allerdings habe ich auch Menschen auf ihren norddeutschen oder bayrischen Dialekt angesprochen – aus Interesse an den Personen.

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Also meine Damen und Herren und Diverse, ich wünsche mir, dass wir uns nicht ständig mit Argwohn begegnen, sondern einfach mit Respekt. Christine Haas, Mannheim