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Sonntagsruhe „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“

Lesedauer

„Immer wieder sonntags“, BA vom Samstag, 3. Juli

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Vor 1700 Jahren, am 3. Juli 321 erklärte der römische Kaiser Konstantin, dass der Sonntag als offizieller Ruhetag gefeiert wird. Der Tag „dies solis“ war als erstes dem Sonnengott (Tag der Sonnenanbetung) geweiht. Der ehrwürdige Tag der Sonne, der dem römischen Mithraskult geweiht war, wurde zum Ruhetag im Römischen Reich. Nicht mehr der siebte Tag (Sabbat) des Urchristentums, sondern des Mithraskults stand Pate bei der Taufe des „christlichen Feiertags“ – des Sonntags.

In weiten Kreisen der Theologie ist durchaus klar, dass die Sonntagsfeier nicht auf urchristlichen Quellen zurückzuführen ist. Dazu der Sonntagsforscher Th. Zahn: „Der Sonntag ist keine Stiftung und kein Gebot Christi.“ Kardinal Gibbons schreibt in seinem Buch „Der Glaube unserer Väter“ „ist nicht jeder Christ verpflichtet, den Sonntag zu heiligen? (...) Aber ihr möget die Bibel lesen vom ersten Mosebuch bis zur geheimen Offenbarung, und ihr werdet nicht ein einziges Wort finden, welches die Heilighaltung des Sonntags anordnet. Die Schriften fordern die religiöse Beobachtung des Sabbats, eines Tages, den wir nicht mehr heiligen.“ Es ist somit deutlich, dass die Kirche die Sonntagsfeier mit eingesetzt hat und sie ausschließlich eine menschliche Erfindung – gegen Gottes ausdrücklichen Gebot gerichtet – ist. Gott hatte es am Anfang der Schöpfung so vorgesehen, als er „am siebenten Tage seine Werke (vollendete), die er machte und ruhte am siebenten Tage von seinen Werken, die er machte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, darum dass er an demselben geruht hatte von allen seinen Werken, die Gott schuf und machte.“ (1. Mose 2,2-3)

Die Tatsache, dass Gott am siebenten Tag nicht bloß ruhte, führt uns zu der Schlussfolgerung, dass es dabei nicht bloß um die körperliche Ruhe ging, sondern um eine tiefe, geistliche Dimension, in der Ruhe zugleich ein Akt der Anerkennung der schöpferischen Macht Gottes und der Anbetung war.

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Jahrhunderte später erinnert Gott im vierten Gebot: „Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heilig hältst! Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Geschäfte verrichten! aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun; weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt. Denn in sechs Tagen hat der Herr den Himmel und die Erde geschaffen, das Meer und alles, was in ihnen ist; aber am siebten Tage hat er geruht; darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und ihn für heilig erklärt. (2.Mose 20,9-11)

Niemand, außer dem Gesetzgeber, besitzt die Autorität, Änderungen im Gesetz durchzuführen. Und der Gesetzgeber (Gott selbst) hat gesagt: „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen! Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist!“ (Matt.5,17-18)

Jeder Versuch seitens der Menschen, etwas an Gottes Gesetz zu ändern, wäre eine Anmaßung, Gottes Autorität zu beseitigen. Die biblischen Propheten schrieben schon lange zuvor, dass eine Institution kommen wird, die die Gebote verändern wird. Es benötigt Mut, auf der Seite Gottes zu stehen und den Tag zu halten, den Gott gesegnet und geheiligt hat.

Gott will geehrt werden, denn er sagt: „ Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote!“ (Joh. 14,15) Die Gebote Gottes sind für alle Menschen verbindlich. Sie erlauben uns nicht, nach unseren eigenen Maßstäben zu entscheiden. Die moderne Gesellschaft stellt ihre eigenen Regeln auf, die allerdings von Gott nicht anerkannt werden. „Man muss Gott mehr gehorchen, als den Menschen!“ (Apg. 5,29)

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Hans Woywod

Lindenfels

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