Energie Lustreisen für Atom-Freunde

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Vorab: Ich habe Respekt vor Menschen, die Atomkraftwerke favorisieren, weil sie sonst einen Energiemangel befürchten mit großen Auswirkungen für Wirtschaft, Gesellschaft und uns Bürger insgesamt.

Was ich mir allerdings wünsche: Die Befürworter der Atomkraftwerke mögen ihrem Lob zwei Sätze voranstellen. „Das verstrahlte Material wird – genannt wird die sichere Endlagerstätte – für alle Ewigkeit eingelagert. Auch nachfolgende Generationen können nicht verstrahlt werden.“ Selbstverständlich gilt die alte Volksweisheit: „Wer A sagt, muss auch B sagen!“ B heißt hier „Endlager“, und das wird erfolglos seit Jahrzehnten gesucht.

„Sommerfrische in Tschernobyl“

Nichts dagegen hätte ich, wenn die Atomlobby Lustreisen für Atomfreunde wie „Sommerfrische in Tschernobyl“ oder „Badefreuden an den Stränden von Fukushima“ anböte. Wem diese Ziele zu weit sind, der soll doch einen Sonntagsspaziergang nach Biblis machen mit einem Picknick im strengen Sicherheitsbereich der Castor-Behälter.

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Ein Trost für die Atomkraft-Freunde: Eine Volkspartei hatte einmal in ihr Grundsatzprogramm sinngemäß geschrieben „Atomkraft – die Hoffnung unserer Zeit!“ Dies war allerdings vor gut 60 Jahren. Doch: Man zeigte sich lernfähig. Gut so. Was folgt daraus: Die Alternativen ausbauen, schnell und sofort.

Heinz-Jürgen Schocke

Bensheim