Energiewende Kopf oder Herz am Beispiel des Themas Umwelt

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„Was noch wichtiger ist als die Pandemie“, BA-Leserforum vom Samstag, 23. Januar

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Das Thema Umwelt/Klima ist ein wunderschönes Beispiel dafür, wann es eigentlich vernünftiger ist, Kopf und normalen Menschenverstand (Common Sense) zu benutzen, denn Technik und Physik lassen sich nicht durch das Bauchgefühl ausspielen.

Unsere Form der Energiewende lässt sich einfach beschreiben:

1. Abbau der konstant Strom liefernden Kraftwerke (Atom, Kohle, Gas) und Aufbau der sogenannten regenerativen Energieträger.

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2. Jedes Windrad, jede Photovoltaik-Anlage verteuert den Strompreis nach EEG, da der Betreiber eine garantierte Einspeisevergütung erhält, unabhängig davon, ob der erzeugte Strom überhaupt benötigt wird. Wenn dann der Preis an der Leipziger Strombörse mit einem negativen Vorzeichen versehen ist, wird der Grünstrom an den (möglichen) Abnehmer nicht nur verschenkt, sondern dieser bekommt noch eine saftige Belohnung für die Abnahme, gemessen an der abgenommenen Strommenge (in MW). Wer dies letztlich zahlt, ist auch klar.

3. Da es nachts dunkel ist, sind Photovoltaikanlagen Totalausfälle, bei den unregelmäßigen Windstärken in Deutschland potenziell alle Windanlagen.

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4. Diese Spitzen und Täler der Stromversorgung werden „Flatterstom“ genannt und sind die besten Voraussetzungen für einen Blackout.

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Um dem nun entgegenzuwirken, hat das Bundeswirtschaftsministerium einen Gesetzentwurf vorgelegt, der irreführenderweise als „Spitzenglättung“ bezeichnet wird, aber eigentlich „Blackout-Verhinderungsgesetz“ heißen müßte. Darin ist vorgesehen, dass alle Anlagen, die mit Smartmeter (digitale Variante der Stromzähler) ausgestattet sind, angetriggert und für einen bestimmten Zeitraum (in Stunden) abgeschaltet werden.

Das würde zum Beispiel auch E-Auto-Ladestationen betreffen mit der Folge, dass sich Käufer dieser vom Steuerzahler subventionierten Modelle und von der Politik propagierten Fortbewegungsmethode gelinde gesagt veräppelt vorkommen würden. Proteste aus der Autoindustrie ließen nicht lange auf sich warten, nun sollen Ladestationen davon ausgenommen werden.

Diese (Ausnahme-) Regelung soll aber keine Anwendung bei Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheime und überall dort, wo Menschen auf den Strom angewiesen sind, finden. Geht es wirklich noch zynischer?? „Schöne neue Welt“ läßt grüßen.

Abschließend noch ein kleines Zahlenspiel, um diesen ganzen Irrsinn zu verdeutlichen: Der CO2-Anteil in der Erd-Atmosphäre beträgt circa drei bis vier Prozent, der menschengemachte Anteil daran etwa genauso viel, der deutsche Anteil daran wieder nur zwei Prozent. Das wären 0,035 mal 0,035 mal 0,02. Die Berechnung überlasse ich gerne dem geneigten Leser. Für diesen Mini-Anteil sind bereits Milliarden verpulvert worden, Billionen werden es sein. Wenn es der Dauer-Lockdown nicht schon schafft, unser Wirtschafts- und Finanzsystem komplett zu ruinieren, dann mit Sicherheit unsere Energiewende.

Gerd Rudolf

Lindenfels