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„Bensheimer Weg“ Komödie mit offenem Ende oder ein Trauerspiel

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Der Bensheimer Weg: Eine Komödie mit offenem Ende. Oder ein unsägliches Trauerspiel, das einfach nicht enden will. Zuerst kam der Abriss eines erhaltenswerten Gebäudes, dann ein unrühmlicher Leerstand bei der abgerissenen Bausubstanz, gefolgt von Versuchen der Verschönerung der Abrissfläche durch Aufmotzen mit kirmesähnlichen Holzbaracken und Weinständen.

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Nichts ist bis jetzt geschehen

Und jetzt! Nach fast zwei Jahren – es gab auch bereits einen umfassenden Beteiligungsprozess mit Bürgerdialog und Bürgerbegehren für einen Wettbewerb – könnte eigentlich mit dem städtebaulichen Ideen-Wettbewerb unter Einbeziehung des gesamten Marktplatzareals schon längst begonnen worden sein. Es brauchte nur noch eine detaillierte Ausschreibung von verantwortlicher Stelle für die Wettbewerbsteilnehmer. Aber nichts ist bis jetzt geschehen.

Viele werden beschäftigt

Wenn man nicht mehr weiter weiß, gründet man einen Arbeitskreis. Der sogenannte Bensheimer Weg ist für mich ein Modell, das sich erst einmal beweisen muss. Nun werden Teams gebildet: ein Reflexions-Team, ein Steuerungs-Team, ein Ideen-Team, ein Empfehlungs-Team mit der Aufgabe, Teillösungen für die Gestaltung eines Ideen-Wettbewerbs zu finden, ein Innenstadt-Team für die Projektleitung.

Und es werden somit konstruktive und bereits erarbeitete Vorgehensweisen nochmals neu gedacht, möglicherweise sogar verwässert und schlimmstenfalls wieder mal auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben. Viele werden beschäftigt, alle müssen sich mit allen Teams abstimmen, und nur wenn es gut geht, kommt etwas dabei heraus.

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Institutionalisierte Ratlosigkeit

Und, damit es gut werden soll, gibt es ja das Steuerungs-Team. Ironisch ausgelegt ist das gesamte Vorgehen meines Erachtens institutionalisierte Ratlosigkeit bei einem Projekt, das so viele unterschiedliche Interessen birgt und auch Begehrlichkeiten in bestimmte Lösungen weckt.

Nur, so kann logischerweise nichts Gescheites dabei herauskommen. Und man fragt sich, ob es denn noch schlimmer kommen kann. Und es ist bereits passiert: Von Anfang an betrachtet kam Bensheim mit diesem Projekt vom Regen in die Traufe.

Klaus Straub

Einhausen

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