Impftermine Keine weitere Vereinsamung zulassen

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Es vergeht kein Tag, an dem nicht immer wieder über Probleme im Zusammenhang mit der Corona-Impfung berichtet wird. Die Öffnung von lokalen Impfzentren wird verschoben und selbst das Impfen der Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen ist immer noch nicht abgeschlossen.

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Die über 80jährigen Mitbürger, also diejenigen, die als Erste geimpft werden sollten, stehen weiter in einer langen Warteschlange am Computer oder Telefon, um einen Termin zu ergattern. Aber hier gibt es nicht nur das Problem der blockierten Leitungen, es gibt hier auch eine Zweiklassengesellschaft der älteren Mitbürger, die unbedingt von der Landesregierung vermieden werden muss.

An Senioren denken, die allein sind

Ältere Mitbürger, die noch fit sind, sich auch noch mit dem Computer auskennen oder Hilfe von Angehörigen haben, haben vielleicht das Glück und bekommen einen Termin in ein paar Wochen. Was ist aber mit den Mitbürgern, die allein oder auch zu zweit noch in den eigenen Wohnungen leben, aber keinen Computer besitzen, am Telefon verzweifeln und keine externe Hilfe haben?

Als ehemalige Vorsitzende des Lorscher VdK kann ich nur davor warnen, dass sich diese Mitbürger immer mehr abgeschoben fühlen und hier eine Zweiklassengesellschaft aufgebaut wird. Es muss unbedingt schnell ein Weg gefunden werden, dass auch diese Mitbürger einen Impftermin angetragen bekommen und auch der kostenlosen Transport zu den Impfzentren gesichert ist. Eine weitere Vereinsamung dürfen wir nicht zulassen!

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Rosemarie Lamura

Lorsch