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Energiepolitik Kein Verständnis für Ärger über steigenden Gaspreis

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„Großer Ärger über deutlich gestiegenen Gaspreis“, BA vom Samstag, 4. September

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Man wundert sich schon, dass die Leute verärgert über ständig steigende Gaspreise sind. Schauen die denn nie aus dem Fenster? Leider scheint die blöde Sonne nur tagsüber und gescheit auch nur im Sommer und der doofe Wind weht auch nicht morgens und abends zu Peak Zeiten, sondern wann er will.

Nachdem ein ganzes Land als Einziges in panischer Angst von heute auf morgen aus der Kernkraft ausgestiegen ist, ist jetzt – befeuert vom Mainstream, das heißt: den öffentlich-rechtlichen Medien, alternden Schauspielern, Künstlern und sonstigen „Intellektuellen“, also alles ausgewiesenen technischen Experten (was ist eigentlich ein Experte?) – berechtigterweise die Kohle dran.

Wäre man nicht kopflos in Panik verfallen, hätte man es sinnvollerweise umgekehrt gemacht und den Atomstrom dann aufgegeben, wenn genügend und vor allem verlässlicher grüner Strom da ist. Letztendlich benötigen wir circa die doppelte installierte Stromleistung, um stets den Bedarf zu decken, da wir ja zu keiner Zeit im Dunkeln sitzen wollen (ich zumindest nicht).

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Damit werden die Energiekosten automatisch mindestens doppelt so hoch werden wie in den Nachbarländern. Ob das so toll ist für die Arbeitsplätze, die – im Gegensatz zum öffentlichen Dienst – im globalen Wettbewerb stehen?

Und da entsprechend den Vorhersagen der Angstverbreitungs- und Verbotsapostel durch den nachlassenden Jetstream Wetterlagen stabiler und länger werden, wird sich ein neuer Schreckensbegriff „ruhiges Herbstwetter“ etablieren, als – so wie in den vergangenen Jahren – dem Hoch Annalena die Hochs Olaf und Angela folgten und sich deutschlandweit über Wochen kein Windrad drehte und meine 5-kWp- Photovoltaikanlage auf dem Dach zur Mittagszeit über einen Zeitraum von maximal drei Stunden 100 Watt lieferte, also nur circa 2,5 Prozent dessen, was im Sommer möglich ist.

Gigantische Energiemengen nötig

Um diese Zeiträume zu überbrücken, sind gigantische Energiemengen notwendig, womit wir beim Gas wären – es sei denn, wir kaufen für viel Geld Peak-Atomstrom in Frankreich zu oder bald auch in Polen, wie man liest.

Im Artikel heißt es, „die Liefersituation sei schwierig und der russische Gazprom Konzern hätte angekündigt, in diesem Winter die Liefermengen nicht zu erhöhen“. Wofür benötigen wir dann überhaupt eine Nordstream 2-Pipeline? Und was sind die Gründe? Technische Probleme, finanzielle Vorteile als Monopolist (knappes Angebot – hoher Preis) oder politisch strategisches Denken und Handeln Russlands? Man fragt sich, was Leute wie Schröder, Schwesig und Merkel umgetrieben hat, als sie diesen Deal eingefädelt haben – abgesehen von der ethischen Pflicht, dass die Zeit dieser Geschäfte mit solchen politischen Systemen schon lange vorbei sein muss.

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Ach ja, da war ja noch das teuflische Fracking-Gas von Trump (Erdgas = Methan = CH4), das verflüssigt als höchstreines LNG (Liquefied Natural Gas = CH4 bei -161 Grad Celsius) in der Diskussion stand. Was ist eigentliches aus den schweren prognostizierten Umweltschäden geworden? Ich habe bis dato nichts gehört.

Ich frage mich auch, wo das Zerstören der russischen Taiga mit dem massenhaften Entweichen von extrem klimaschädlichem Methan Gas weniger schlimm sein sollte? Dann hätte man auch die Möglichkeit gehabt, LNG auf dem freien Weltmarkt von überall her zu kaufen, so wie das Länder wie Korea und Japan schon seit 40 Jahren machen – und man wäre unabhängig gewesen.

Bald abhängig von Russland

So aber werden wir bald vollkommen abhängig von Russland sein. Schöne Aussichten, aber wir wollen es ja nicht anders. Jeder sollte auch einmal seinen Gasversorger fragen, was er gedenkt, dagegen zu tun.

Peter Zacher

Heppenheim

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