Radioaktivität Ideologie statt wissenschaftlicher Tatsachen

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„Viele Fragen zum AKW-Rückbau offen“, BA-Leserforum vom Mittwoch, 27. Januar

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Die wissenschaftlich unhaltbaren Aussagen des Leserbriefschreibers dürfen nicht unwidersprochen stehen bleiben.

Er behauptet, es sei wissenschaftlich unumstritten, dass es keinen Schwellenwert gäbe, unterhalb dessen „Radioaktivität“ für den Menschen unschädlich sei. Als Physiker und Strahlenschutzexperte, der täglich mit Freimessungen zu tun hat, versichere ich, dass genau das im Gegenteil wissenschaftlich sehr umstritten ist.

Wäre radioaktive Strahlung auf jeder noch so kleinen Skala für den Menschen schädlich, so wäre menschliches Leben auf diesem Planeten letztlich unmöglich. Denn radioaktive Strahlung umgibt uns, sie war und ist ein Teil unserer Umwelt, lange bevor Marie Curie sie entdeckt hatte.

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Radioaktivität ist im Erdreich, in unseren Baustoffen, im Felsgestein, in der Atmosphäre, ja sogar in unserem eigenen Körper. Unser Organismus hat bis zu einem gewissen Grad gelernt, damit umzugehen, ohne Schaden zu nehmen. Seit Millionen von Jahren.

Denn was der Leserbriefschreiber als radioaktiven Müll bezeichnet, strahlt nach der Freigabe weniger als ein Granitblock aus dem Odenwald. Wenn der Autor solche Bedenken bei freigegebenem Bauschutt hat, sollte er sich hüten, sich zum Beispiel zu lange im Felsenmeer bei Reichenbach aufzuhalten.

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Das sind die wissenschaftlichen Tatsachen. Der Rest ist Ideologie und das Schüren von Ängsten bei dem nicht sachkundigen Teil der Bevölkerung.

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Franz-Josef Bormuth

Bensheim