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SSV und TSV Reichenbach Glänzende Ausgangslage für die beiden Vereine

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Neue Chance für das Lautertal-Stadion, BA vom 15. Juni:

Als Ehrenvorsitzender des Sportkreises Bergstraße und Autor wie Vortragender der Festrede zum 100-jährigen Bestehen des TSV Reichenbach im Jahr 1993 habe ich die jüngste Entwicklung in Lautertal mit viel Interesse und Empathie verfolgt. Eine solche Entwicklung der Vereinslandschaft, wie sie sich gerade in Reichenbach abzeichnet, ist mir 1963/64 in gleicher Weise in Auerbach begegnet.

Was in meiner TSV aus der damaligen Fusion von TSG und FC zwischenzeitlich entstanden ist, dürfte hinlänglich bekannt sein. Angefangen hat der neue Verein im Mai 1965 mit 558 Mitgliedern und einem Barvermögen von 6147 D-Mark. Aber beide Vereine konnten weder Sporthalle noch Sportgelände als Mitgift in die junge Vereinsehe einbringen. Und dennoch wurde die TSV mit über 3500 Mitgliedern in 15 Abteilungen zum größten Sportverein im Kreis Bergstraße.

Beeindruckendes Startkapital

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Wir, als die Macher der Fusion – ich hatte die Ehre, von Anfang an dabei zu sein – starteten damals quasi vom Nullpunkt. Wie gegensätzlich ist dazu die Situation beim TSV und beim SSV in Reichenbach. Beide bringen eine innerörtliche Infrastruktur ein, die wir uns in Auerbach erst noch erkämpfen mussten. Das ist ein beeindruckendes Startkapital. Beide stellen mit dann rund 1700 Mitgliedern das Dreifache an Mitgliedern in dem neuen Verein als wir 1965.

Dazu gibt es in Steinwurfweite zum TSV-Sportplatz mit der Lautertalhalle eine Sportstätte, auf die wir in Auerbach mehr als 25 Jahre warten mussten. Und hier lag der Schlüssel zum Erfolg der TSV. Vom ersten Tag an war der Bau einer vereinseigenen Sporthalle das Ziel. Über dieses Ziel sind wir in 57 Jahren deutlich hinausgeschossen. Denn nicht nur der Weg war das Ziel, sondern das Erreichen, das alle Abteilungen bis heute vereint.

Egal, wie sich der neue Verein nennen wird, von größter Bedeutung für eine positive Entwicklung wird eine gemeinsame Zielsetzung sein. Und die kann für mich nur lauten: Sportzentrum Lautertal. Die glänzende Ausgangslage wird durch die kommunalen Vorhaben Kindergarten und Blockheizwerk zusätzlich verbessert.

Partnerschaft mit der Kommune

Und was spräche dagegen, wenn sich der neue Verein mit einem Gebäudekomplex einbringen würde, der neben einer Gymnastikhalle, modernen Umkleiden für die Sportplätze und Räume für die Geschäftsführung beinhaltet, wie es der TSV Auerbach mit ihrem 2016 entstandenen Sport- und Bildungszentrum und mit 50 Prozent Beteiligung der Stadt gelungen ist?

Die Vorteile einer engen Partnerschaft zwischen Kommune und Verein sind unbestreitbar und sollten auch in Lautertal greifen. Warum und wie, dazu biete ich meine Erfahrung aus 65 Jahren Ehrenamt, wenn gewünscht, gerne beratend an.

Dass solche visionären Vorstellungen in Reichenbach nicht aus der Welt sind und durchaus Sympathie finden, durfte ich an Fronleichnam einem spontanen Terrassenplausch mit TSV-Ehrenvorsitzenden Wilhelm Roth entnehmen. Dabei klang an, dass er bereits in seiner Zeit als Vorsitzender eine Erweiterung des Sportplatzes bei Bürgermeister Josef Weitzel ins Gespräch gebracht hatte. Er gestand mir aber auch, erst jetzt aus der Zeitung von der Entwicklung erfahren zu haben und daher in den Entwicklungsprozess in keiner Weise eingebunden zu sein. Eigentlich schade!

Horst Knop

Auerbach

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