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Corona Freiheit statt Leben?

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„Die Ausgrenzung ist brandgefährlich und unmenschlich“, BA-Leserforum vom Freitag, 7. Januar

Ausgrenzung ist brandgefährlich“, schreibt eine Mitbürgerin. Und ja, das meine ich auch: Jeder Mensch hat das Recht, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Und dass eine laut schreiende, pöbelnde, prügelnde Minderheit dieses Recht haben sollte, das wurde meines Erachtens ausreichend besprochen. Auch wenn es nicht ein Drittel dieser Gesellschaft ist, wie in der Einlassung vermerkt ist, es sind meines Erachtens kaum mehr als zehn Prozent, die die Diktatur über die restlichen 90 Prozent ausüben wollen.

Es geht um unsere Gesundheit

Wie aber steht es mit meinem Recht zur Teilhabe am öffentlichen Leben? Wie steht es mit meinem Recht auf Gesundheit und Schutz meines Lebens? Denn genau das wird mir von dieser ignoranten Minderheit vorenthalten. Sie treibt die Pandemie und damit das Risiko meiner Lebensgefährdung nach oben und behindert mich damit an der Teilhabe an genau den Kulturangeboten, die so vehement gefordert werden. Ich habe Angst vor den Mitbürgern, die durch Ignoranz und Lügengebäude meine Gesundheit und mein Leben gefährden.

Befeuert wird das ja auch von unserem Bundesfinanzminister: Unter den Regierungen Kohl und Merkel wurde die Wirtschaft zum Rückhalt des Landes ernannt, nicht die Menschen und deren Gesundheit oder deren Leben. Jetzt erklärt Herr Lindner, Leben und Gesundheit seien schon ganz schön wichtig, aber das höchste Gut ist die Freiheit. Und mir kommt die Frage, was wir mit unserer Freiheit anfangen sollen, wenn wir schwer erkranken, an Maschinen angeschossen werden müssen oder an/mit dem Virus sterben, also tot sind. Ich brauche keine Freiheit, wenn ich nicht lebe! Vermutlich geht es Anderen auch so.

Ich bin auch nicht mit allen Maßnahmen in dieser Pandemie einverstanden. Einzelne empfinde ich sogar als nutzlos oder irrsinnig oder kontraindiziert. Aber es geht um nichts weiter als um unsere Gesundheit, um unser Leben. Wenn wir das gesichert haben, – und das hätten wir schon längst erreichen können, wenn das nicht von dieser marginalen Minderheit verhindert worden wäre – dann ist auch wieder Raum für Party und Ausgelassenheit. Freiheit ist nur möglich, wenn wir Leben haben.

Maximilian Schneider

Bensheim-Auerbach

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