Vortrag von Daniele Ganser Frage nach Überschüssen stellt sich gar nicht

Lesedauer

„Was passiert eigentlich mit den vielen Eintrittsgeldern?“, Leserforum vom 19. Januar

Der Leserbrief-Schreiber müsste die Frage nach der Verwendung eventueller Überschüsse aus den Ganser-Vorträgen gar nicht stellen, wenn er nur Rechtskenntnisse hätte: Der „Verein Lebenskunst e.V.“ ist ein beim Amtsgericht Darmstadt registrierter Verein, der vom Finanzamt Bensheim mit seiner in der Satzung niedergelegten Zwecksetzung als gemeinnützig anerkannt wurde und dementsprechend dem Finanzamt fortlaufend rechenschaftspflichtig ist.

Vom Finanzamt überwacht

Mehr zum Thema

Vortrag von Daniele Ganser „Ist es etwa verboten abzubiegen?“

Veröffentlicht
Mehr erfahren

Ganser-Auftritt Was passiert mit den vielen Eintrittsgeldern?

Veröffentlicht
Mehr erfahren

Ganser-Vortrag Die „Achtsamkeit“ mündete vor allem in Vorwürfen

Veröffentlicht
Mehr erfahren

Einen eventuell in 2023 entstehenden Überschuss, der nach Abzug aller Kosten der Ganser-Veranstaltungen und Saldierung mit den Ergebnisse aus anderen Veranstaltungen 2023, die wirtschaftlich vielleicht nicht so erfolgreich sein müssen – gar defizitär sein könnten –, wird der Verein nur im Rahmen seiner satzungsmäßig eng vorgegebenen und eben fortlaufend vom Finanzamt überwachten Zweckverwendungen einsetzen können, weil er nämlich ansonsten seine Gemeinnützigkeit verliert.

Möchte der Leserbrief-Schreiber dann immer noch wissen, was mit eventuellen Überschüssen geschieht, möge er dem Verein als Mitglied beitreten und in 2024 an der Mitgliederversammlung für das Wirtschaftsjahr 2023 teilnehmen und seinerseits Auskunft verlangen. Im Leserbrief die polemische Frage zu stellen, ob „diese Summen ganz sang- und klanglos in irgendwelchen Privatschatullen“ verschwinden könnten, zeugt nicht nur von der bereits eingangs festgestellten rechtlichen Ahnungslosigkeit des Leserbriefschreibers, sondern kann auch als versuchte Rufschädigung des „Vereins Lebenskunst e.V.“ gewertet werten.

Ralf Vesper

Bensheim