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Bäuerliche Lebenswelten Fotos könnten anders präsentiert werden

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Im Bericht über die neue Ausstellung im Museumszentrum („Ohne die Ochsen geht nichts“, Bergsträßer Anzeiger vom 22. Juli) wird daran erinnert, dass in Lauresham Ackerbewirtschaftung mit Zugochsen mehrfach für interessiertes Publikum vorgeführt werde und man sich im Lorscher Freilichtmuseum auch immer wieder intensiv mit der Frage beschäftige, was man aus der Vergangenheit lernen kann. Für mich stellt sich nun die Frage – nach einem Besuch der Ausstellung in einem nackten und fast kahlen Raum des Museumszentrums: Warum werden diese ausdrucksstarken, farbenfrohen und zum Nachdenken anregenden Fotografien aus den Lebenswelten rumänischer Kleinbauern nicht direkt an einem Ort gezeigt, der sich doch sehr intensiv mit Lebenswelten aus vergangener Zeit beschäftigt?

Lauresham ist der perfekte Ort

Das Freilichtlabor Lauresham ist der ideale und optimale Ort für diese Ausstellung! Und überhaupt: Warum wird bei der Präsentation der Fotografien auf stärkere erklärende Textbeiträge verzichtet, die sehr deutlich auf den fortschreitenden Verlust landwirtschaftlicher Nutzflächen und eben generell auf die veränderte Landwirtschaft „im Zuge der Industriealisierung – hin zu einer großflächigen, hochspezialisierten Agrarstruktur“ – hinweisen?

Dann hätten die Macher der Ausstellung zweierlei erreicht: Neben dem perfekten Ort auch noch entscheidend etwas für die Bewusstseinsweckung der Besucherinnen und Besucher zur Wertschätzung der Natur und zum Erhalt biologischer Vielfalt und ökologischer Nachhaltigkeit beigetragen zu haben.

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Veröffentlicht
Von
Nina Schmelzing
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Klaus Straub

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