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Straßenverkehrsprobleme Etablierte Gewohnheiten ablegen

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Leserbrief zu „CDU will rasche Lösungen für Parkprobleme“, BA vom 22. Dezember 2021.

Der Vorstoß der CDU-Stadtverordneten Cora Bügenburg und der CDU-Fraktion zur Verkehrssituation verdient Anerkennung – ganz egal, ob man mit allen Details konform geht oder nicht. Denn erstens werden hier offensichtlich Probleme angesprochen, die nach Lösungen rufen. Zweitens ist es ein Thema, das erfahrungsgemäß keine leichten politischen Gewinne verspricht.

Da ist noch Luft nach oben

Zwingenberg ist zweifellos eine liebenswerte Stadt, dennoch besteht naturgemäß in Bereichen Luft nach oben. Ein kleines Stück Verkehrswende würde Zwingenberg gut tun: Spielraum für Fußgänger und Radfahrer schaffen, das große Potenzial unserer schönen Altstadt durch Begrenzung der Verkehrsnutzung ausbauen.

Leider, so mein Eindruck, scheitern Schritte in diese Richtung oft daran, dass etablierte Gewohnheiten dem entgegenstehen: als Anwohner auf der Straße parken statt auf dem eigenen Grundstück, als Besucher mal mit dem Auto ein Runde durch die Altstadt drehen dürfen. Oder dass die Politik meint, man könne auf Dauer die Altstadt „beleben“ indem man den Autos möglichst leichten Zugang bietet. Nichts gegen die hier betroffenen Wünsche und Gewohnheiten – aber die Weiterentwicklung unseres Städtchens in Richtung „Cittaslow“ ist für mich das höherwertige Gut.

An der „Realpolitik“ gescheitert

Übrigens ist vor ein paar Jahren schon einmal ein sehr schönes Altstadtleitbild in breitem Konsens erarbeitet worden, das auch auf die jetzt genannten Fragen Bezug nimmt. Es wird wohl, so scheint es mir, den Weg vieler Leitbilder gehen: Ein wertvolles Dokument, das gut verwahrt wird, aber in der praktischen „Realpolitik“ keine große Rolle spielt. Schade drum.

Wolfgang Mansfeld

Zwingenberg

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