AdUnit Billboard

Baugebiet Schmelzig Es ist an der Zeit, die Karten offenzulegen

Lesedauer

„Polemische Kritik am Bürgermeister“, BA vom 30. Juli:

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Welch seltsame Andeutung macht Ulrike Reiser von den Lautertaler Grünen in ihrem Statement zum Verfahren des Baugebietes Destag. Wörtlich heißt es unter Anderem: „Es sei nie richtig, wenn die Gemeinde sich bei wichtigen Entscheidungen von einem Investor antreiben lasse. Das habe spätestens das Verfahren zum Neubaugebiet Schmelzig in Elmshausen gezeigt.“

Da Reiser Mitglied des vorigen Gemeindevorstandes war und des jetzigen immer noch ist, klingt diese Andeutung gar nicht mehr so sehr seltsam, sondern eher nach Insiderwissen. Was hat Ulrike Reiser nun zu dieser öffentlichen Aussage veranlasst? Es wäre angebracht, die Katze aus dem Sack zu lassen.

Als Mitglied der Bürgerinitiative Schmelzig fordere ich Frau Reiser auf, hier konkreter zu werden und darzulegen, wie der Investor die Gemeinde angetrieben hat. Schließlich saß er ja von 2011 bis 2016 unter Bürgermeister Jürgen Kaltwasser selbst im Gemeindevorstand.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Darf man vermuten, dass die Gemeinde nach dem verlorenen Normenkontrollverfahren keine andere Wahl hatte, als den zweiten Bebauungsplan aufzustellen, um möglichen weitreichenden Konsequenzen aus dem Weg zu gehen? Insgesamt dürfte zirka eine Million Euro investiert worden sein, und irgendjemand will entweder sein Geld zurück oder Bauplätze verkaufen.

Das würde erklären, warum in der Gemeindevertretung, in der laut Ulrike Reiser eigentlich „die Bedürfnisse der Lautertaler Bürger, der Umwelt und der städtebaulichen Planung in den Vordergrund“ gestellt werden müssten, bis jetzt alles einmütig durchgewunken wurde und es zu diesem irrwitzigen Projekt nicht eine einzige kritische Anmerkung gab. Nicht einmal von den Grünen.

Im Vergleich zum seit zwei Jahren andauernden Streit der Fraktionen um das Baugebiet Destag scheint der Schmelzig völlig anderen Gesetzen zu unterliegen. Man hat die Hand gehoben, sich weggeduckt und hofft, das alles werde gut gehen. Weil es muss.

Vielleicht findet sich doch noch jemand mit Rückgrat, der den Mut hat, den längst überfälligen Klartext zu reden. Es ist an der Zeit, die Karten offenzulegen, bevor es andere tun, denn das zweite Planungsdesaster scheint sich gerade anzubahnen.

AdUnit Mobile_Pos4
AdUnit Content_3

Wolfgang Vetter

Elmshausen

Info: Leserbrief-Richtlinien unter bergstraesser-anzeiger.de/ leserbriefe

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1