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Sport in der Natur Es gibt einige Mountainbiker, die Regeln missachten

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„Der Fahrrad-Boom lockt auch mehr Mountainbiker indie Bergsträßer Wälder“, BA vom Mittwoch, 11. August

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Im BA findet sich ein informativ-launiger Artikel über das Mountainbiking in den Bergsträßer Wäldern. Der „Rad-Touristik-Club Bergstraße/Odenwald“ kommt durch einen Vertreter seines Vorstandes zu Wort, lobt die gute Zusammenarbeit mit Ämtern und Behörden, fordert finanzielle Unterstützung, und – angesichts einer kräftig wachsenden Zahl von Mountaunbikern – die Genehmigung weiterer „Trails“.

Es ist schön, wenn Freizeitsportlern die Betätigung in der Natur und an der frischen Luft geboten wird – gerade in diesen Zeiten. Und es ist verständlich, wenn die 500 bis 700 Mitglieder dieses Klubs (der Sparte Mountainbiking gehört offenbar nur ein Teil davon an) sich die Ausweitung ihrer Möglichkeiten wünschen.

Trotzdem sollten wir nicht die restlichen 269 000 Bürger des Bereichs Bergstraße vergessen, für deren Mehrzahl die Pflege des Waldes, der Schutz des Wildes und der Erhalt ihres Erholungsgebietes an oberster Stelle stehen.

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Schon jetzt wird der Westhang des Melibokus von einer ganzen Reihe wilder, also nicht genehmigter „Trails“ durchzogen. Ehemals verschwiegene Wildpfade werden „durchritten“, Baumwurzeln freigelegt und auf Dauer durchtrennt, die Böschungen von Hohlwegen werden plattgefahren, das Wild aufgescheucht, und – ganz allgemein – der Erosion des Bodens, der Fauna und der Flora der Weg bereitet. Das kann’s nicht sein.

Das tägliche „Wieder-Frei-Räumen“ von behelfsmäßig blockierten wilden „Trails“ lässt vermuten, dass es sich nicht um fremde, sondern eher um lokale Mountainbiker handelt, die sich nicht an die vereinbarten Regeln halten – und insofern ist zunächst der „Rad-Touristik-Club Bergstraße /Odenwald“ gefordert. Es sollte…

eine zwischen den im Artikel erwähnten Behörden/Ämtern/Clubs gemeinsame Bestandsaufnahme der betroffenen Waldgebiete und der wilden „Trails“geben

eine Aufklärung der Bevölkerung (und der Mountainbiker) geben, was hinsichtlich der Thematik erlaubt und was verboten ist

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eine Markierung wilder Trails als verbotener Wege geben; sowohl im Wald als auch auf den Karten im Internet (dort samt eines Hinweises durch den RTC an seine Mitglieder und deren Gäste, sich daran zu halten)

eine forstwirtschaftliche, wildverträgliche und nachhaltige Sperrung der bereits vorhandenen wilden „Trails“ geben

eine Komplettsperrung des Waldes für Mountainbiker während der Setz- und Brutzeit erwogen werden

ein Kontrolldienst eingerichtet werden, der die Einhaltung der Vereinbarungen sicherstellt

Wenn sich mit der Zeit herausstellt, dass dem unkontrollierten Ausbreiten des Mountainbikings auf diese Weise Einhalt geboten werden kann,wird es sicherlich im Rahmen der erwähnten guten Zusammenarbeit die Möglichkeit vereinzelter weiterer Streckenöffnungen geben.

Michael Frohs

Zwingenberg

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