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ICE-Strecke Einhäuser und Lorscher zahlen kräftig Steuern

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Der Bericht über den Besuch von SPD-Bundestagskandidat Sven Wingerter in Lorsch irritiert doch sehr, sofern man diesen aufmerksam – und zwischen den Zeilen – liest. Es wird über die Versiegelung von Flächen gesprochen und dass die Innenstadtverdichtung wohl verstärkt werden muss.

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Herr Wingerter betont, dass es hinsichtlich der ICE-Neubaustrecke kein Abweichen vom Konsens geben darf. Ein bergmännischer Tunnel muss her.

Herr Wingerter wird sich als Abgeordneter für den Tunnel einsetzen. Dann kommt von Herrn Wingerter jedoch der Satz: „In letzter Konsequenz entscheidet der Bund.“ Also doch kein Kandidat, der dafür sorgt, dass ein bergmännischer Tunnel gebaut wird. Doch kein Kandidat, der sich so einsetzt, dass er die Wünsche der Bürger durchsetzt.

Politik soll für Tunnelbau sorgen

Die Bürger des Kreises, insbesondere die von der geplanten ICE-Strecke unmittelbar betroffenen, brauchen keine Kandidaten, die tolle Reden halten und zum Schluss den Bund entscheiden lassen. Die Bürger brauchen Politiker, die dafür sorgen, dass der Tunnel gebaut wird, ohne Wenn und Aber.

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Was hat der Bund mit der Bergstraße zu tun? Ist der Bund vor Ort und erträgt tagtäglich den Straßenlärm und zukünftig den Baulärm der ICE-Strecke und letztlich den Lärm des Schienenverkehrs? Was hat der Bund mit Lorsch/Einhausen zu tun?

Mitentscheiden, wohin Geld fließt

Die Bürger von Lorsch und Einhausen sind kräftige Steuerzahler und müssen entscheiden dürfen, was mit ihren gezahlten Steuerbeträgen geschieht.

Das Wort Steuergelder fiel auch bei der ersten von drei digitalen Bürgerinformationsveranstaltungen der Bahn zur Neubaustrecke Frankfurt Mannheim. So sagte Projektleiter Jörg Ritzert: „Wir agieren hier mit Steuergeldern.“

Lieber werter Herr Ritzert, seien Sie bitte vorsichtig, wenn Sie das Wort Steuergelder in den Mund nehmen. Aus Ihrem Mund hört es sich an, als ob die Steuergelder von sonst wem kommen, nur nicht von der Bergstraße.

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Herr Ritzert spricht auch vom erwirtschafteten Geld der Bürger aus Lorsch und Einhausen. Es wäre nett, wenn die Steuerzahlenden in Lorsch und Einhausen dies auch anerkannt bekommen.

So können Sie, Herr Ritzert, doch sehr gerne die Steuerzahler von Lorsch und Einhausen fragen, ob sie denn ihr erwirtschaftetes Geld in einen Tunnel stecken möchten. Das wäre eine völlig legitime Frage!

Jürgen Schmidt

Einhausen

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