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Krieg in der Ukraine Ein Hasardeur im Kanzleramt wäre fehl am Platz

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Putins Krieg in der Ukraine geht leider weiter und verliert nicht an Grausamkeit. Die Hoffnung auf ein Kriegsende am 77. Jahrestag des Endes des 2. Weltkrieges in Europa am 9. Mai 2022 ist verflogen. Putin ist offenbar bereit, den Ukrainekrieg weiterzuführen, bis er das Land unterworfen hat oder er selbst bei einer Palastrevolution im Kreml eliminiert wird. In Rumänien ging das am 25. Dezember 1989 ganz einfach mit dem Herrscherpaar Nicolae und Elena Ceauescu, die durch ein Militärgericht im Schnellverfahren zum Tode verurteilt und sofort erschossen wurden.

Drohungen ernst nehmen

Heute werfen viele den Politikern vor, Deutschland zu sehr von Russland abhängig gemacht zu haben (Erdgas, Erdöl) und Putin zu sehr vertraut zu haben. Seltsamerweise fordern dieselben Leute jetzt und sofort alle möglichen Waffen an die Ukraine zu liefern, obwohl Putin und sein Außenminister Sergej Viktorovi Lavrov ganz offen mit blitzschnellen atomaren Erstschlägen gegen den Westen (das sind wir!) gedroht haben.

Trotzdem vertrauen manche noch mehr auf Putin als alle Politiker zuvor, nämlich dass er seine Drohung nicht wahr macht. Sie merken nicht, dass ihr in Putin gesetztes Vertrauen und ihre Vorwürfe gegen deutsche Politiker nicht zusammenpassen.

Russisches Militär in Kaliningrad (im ehemals deutschen Königsberg) simuliert schon Atomangriffe mit ballistischen Raketensystemen.

Im russischen Fernsehen wird anhand von Karten durch Militärexperten wiederholt dargestellt, wie schnell die russischen Raketen in Berlin einschlagen können: in nur 106 Sekunden nach Abschuss, bis Paris und London brauchen sie etwa doppelt so lange.

Melnyk muss abberufen werden

Ich bin froh und dankbar, dass wir mit Olaf Scholz einen Bundeskanzler haben, der jede Entscheidung bezüglich der Ukraine und Russland genau prüft und dann erst ausführt. Ein Hasardeur wäre da fehl am Platz.

Der ukrainische Botschafter Melnyk hatte den deutschen Bundeskanzler kürzlich als beleidigte Leberwurst bezeichnet. Das wurde in allen europäischen und amerikanischen Nachrichtensendungen in die jeweiligen Landesprachen übersetzt mit freudigem Lachen gesendet (englisch: insulted liver-sausage).

Wie will Deutschland in der Welt geachtet werden, wenn es keine Selbstachtung mehr hat?

Melnyk ist noch immer ukrainischer Botschafter und darf seine Beleidigungen fortsetzen. Viele haben Angst, als Putin-Freund angesehen zu werden, nur wenn sie Melnyk lieber in Kiew sehen würden als in Berlin. Ich bleibe dabei, er muss abberufen werden.

Froh bin ich sehr, dass die Irritationen zwischen der Ukraine und Deutschland weitgehend ausgeräumt sind. Bundespräsident Steinmeier und Kanzler Scholz haben neue Einladungen an sie beide und die gesamte Bundesregierung durch Präsident Selenskyj als Entschuldigung für seine Persona-non-grata-Erklärung gegen Steinmeier akzeptiert.

Wir stehen an der Seite der Ukraine. Lasst uns hoffen, dass alles ein baldiges gutes Ende nehmen wird.

Wolfgang Hechler

Lautertal-Gadernheim

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