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Sind wir erwachsen? Die Freiheit des Denkens und des Handelns

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Offensichtlich vergrößert sich der Kreis in Deutschland derer, die zur Rettung der Welt angetreten sind. Es liegt wohl in der DNA mancher Leserbriefschreiber, dass erwachsene Menschen mit äußerster Macht versuchen, sich in das Leben anderer Erdbewohner einzuschalten, um diese umzuerziehen.

Nun ist es aber so, dass die Mitbewohner dieser Leserbriefschreiber ebenfalls erwachsen sind und wie in einem nicht totalitären System frei entscheiden, was sie zu tun gedenken. Das gilt für das Essen ebenso wie für die Strecke, die sie täglich zurück legen.

Freiheitlich Demokratische Grund-Ordnung (FDGO) bedeutet, dass sich Bürger verpflichten, die Andersdenkenden im Sinne des Grundgesetzes zu akzeptieren. Seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland war dies – bis vor ein paar Jahren – die Garantie für eine freie Entfaltung der Bürger in Deutschland. Werfen wir das nicht leichtfertig und naiv über Bord. Vor allem: Was ganz wichtig für die Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg war, ist die Schaffung eines Wir-Gefühls. Das ist die Grundlage einer funktionierenden Demokratie.

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Wird das Spalten der Gesellschaft in Gut (Grün) oder schlecht (Autofahrer) vorangetrieben, ist das der Tod einer Freiheitlich Demokratischen Grund-Ordnung. Die Folgen eines Scheiterns kennen wir aus Erfahrungen im letzten Jahrhundert.

Es ist ein gravierender und nicht schnell umkehrbarer Weg, wenn die Partikulargesellschaft weiter vorangetrieben wird. Dem fallen dann sowohl Loyalität zum Land als auch die Identifikation mit dem Staat zum Opfer. Freiheit im Rahmen der Grundordnung, darauf hat jeder ein Recht – ohne Wenn und Aber.

Karl Kraft

Bensheim

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