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Ukraine Die Forderungen des Botschafters sind unverschämt

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„Ein Schlag ins Gesicht aller Deutschen“, BA-Leserforum vom Mittwoch, 20. April

Ich kann dem Leserbriefschreiber nur zustimmen. Der Botschafter der Ukraine, Andrij Melnyk, der in Deutschland auf eine unverschämte Art und Weise agiert, sollte zur unerwünschten Person erklärt und des Landes verwiesen werden. Sein arrogantes Auftreten, wie aus dem Modejournal gestylt, und seine Fahrten – natürlich für einen Botschafter standesgemäß mit Fahrer – durch Berlin sind ein Affront für alle. Und vor allem sind seine Forderungen an die Regierung unverschämt.

Leider wurde während der 16-jährigen Kanzlerschaft von Frau Merkel und ihren beiden Verteidigungsministerinnen (von der Leyen und Kramp-Karrenbauer) die Bundeswehr soweit „runtergefahren“, dass eine Verteidigung Deutschlands nicht mehr möglich ist. Und die wenigen Panzer, Abwehrraketen etc., die noch funktionsfähig sind, sollten auch in Deutschland bleiben. Deshalb ist die Lösung, dass die Ukraine bei Rüstungsfirmen mittels deutscher Finanzierung selber kauft, der richtige Weg. Im Gegensatz zu Deutschland reformiert Russland seit 15 Jahren seine Armee, modernisiert alte Waffensysteme und investiert in neue Hyperschallwaffen.

Wer das Buch „Putins Russland“ von Angela Stent gelesen hat, wird erkennen, dass das „neue“ Russland der alten Sowjetunion ähnelt, deren Macht nach Westen hin bis zur Elbe reichte und die baltischen Staaten, Kaliningrad, Moldawien und den Osten Polens umfasste. Für Putin zählen allein Macht und Größe.

Das erwähnte Buch von Angela Stent erschien übrigens 2019 und wurde von der kürzlich verstorbenen US-Außenministerin Madeleine Albright wie folgt beurteilt: „Eine brillante Analyse von Putins Strategie und ihren beunruhigenden Konsequenzen für den Westen“. Es ist keine leichte Kost und man kann die 490 Seiten nicht „auf einen Rutsch“ lesen, aber empfehlenswert ist es auf jeden Fall für all diejenigen, die sich dafür interessieren, wie ein KGB-Agent mittleren Rangs so mächtig, einflussreich und populär werden konnte, dass sein autokratisches System inzwischen zum bedrohlichen Gegenmodell zur westlichen Demokratie geworden ist.

Marie-Rose Uhde

Bensheim

Info: Leserbrief-Richtlinien online: www.bergstraesser-anzeiger.de/leserforum

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