Corona-Pandemie Die Digitalisierung führt uns in große Abhängigkeiten

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„Weniger euphorisch, bitte!“, BA vom Samstag, 16. Januar

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Vielen Dank an den Autor für den unpolemischen Artikel zur Digitalisierung. Ich kann mich noch gut an einen Wahlslogan erinnern „Digital first, Bedenken second“. Als ich diesen Slogan las, konnte ich kaum nachvollziehen, dass Politiker solch eine Dummheit auch noch plakatieren.

In dem Artikel wird achtsam und sachlich auf die Gefahren hingewiesen. Der Schreiber lädt zum Nachdenken ein und sagt nicht, was der Leser zu denken hat, im Gegensatz zum Wahlplakat.

Jeder vernunftbegabte Mensch kann verstehen, in welche Abhängigkeit uns die Digitalisierung führt. Homeoffice und digitaler Unterricht schränken nicht nur die motorischen Bedürfnisse ein, sie begrenzen auch den geistigen Radius.

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Wenn ich die Aufgaben für die Schüler mancherorts so sehe, auf denen nur noch auszufüllen, abzuschreiben und nachzuzeichnen ist, kommen mir immer wieder Fragen, wo die eigentlichen Fähigkeiten der Kinder noch gewünscht sind. Ganz bestimmt sind sie nicht auf das Ausschneiden und Aufkleben begrenzt. Auch nicht in vorgefertigten Sätzen, die ergänzt werden müssen, oder in Leerstellen, die vervollständigt werden müssen.

Kreative, und damit meine ich eigene, geistige Lösungen werden selten bis gar nicht durch digitale Programme gegeben. In der Regel sind es Abfragen und Erlerntes, nichts Prozessuales.

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Der Schluss des Artikels endet mit einer guten Überlegung: Sich einfach am Morgen mal fragen, was könnte/müsste ich jetzt tun, wenn der Strom nicht mehr zur Verfügung steht. Wenn mein Tagewerk nur noch damit funktioniert, dann vielleicht weiterdenken, ob das so sein und bleiben sollte.

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Marion Dingeldey

Bensheim