Schönberg Der Schlosspark ist total verwildert und verbarrikadiert

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„Der älteste Landschaftspark“, BA vom 4. Februar

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Mit Interesse und Freude haben wir den Bericht von Eva Bambach über die 300-jährige Geschichte und die frühere Schönheit des Schönberger Schlossparks gelesen. Darauf hin fielen uns sofort die vielen positiven Erinnerungen an diesen einst herrlichen Park ein.

Wie die Autorin berichtet, war der Schlosspark nicht nur zu Zeiten der Fürsten von Schönberg, sondern im gesamten 20. Jahrhundert öffentlich zugänglich. Wie gerne sind wir früher dort spazieren gegangen, haben uns an den exotischen Sträuchern, dem Teich, dem Hundefriedhof der fürstlichen Familie erfreut oder freuten uns über die Freiluft-Konzerte, im Sommer auf der großen Wiese. Der Park war für jedermann eine wunderschöne offene Erholungs- und Freizeitanlage, die wir seit dem Verkauf im Jahr 2011 schmerzlich vermissen.

Betreten verboten

Der Käufer des Schlosses und des Parks hat nach zehn Jahren aus diesem einst wunderschönen Gelände eine leider total verwilderte, mit hohem Zaun verschlossene Anlage gemacht, die jedem Besucher mit großen Schildern das Betreten verbietet. In dem Bericht ist von Baumaßnahmen die Rede, aber davon ist – zumindest auf den ersten Blick – nur wenig zu erkennen. Im Gegenteil: Schloss und Park verfallen immer mehr. Dies sollte nicht länger hingenommen werden. Man fragt sich, warum der Schönberger Ortsbeirat und auch die Bensheimer Stadtverwaltung offensichtlich zuschauen, dass der Käufer den Namen des Schlosses mit seinem Weingut vermarktet, das Schloss und den Park aber zusperrt und verfallen lässt?

Welche Pläne hat der Käufer?

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Wo ist hier der Denkmalschutz? Wäre es nicht seine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass dieses bedeutsame kulturelle Erbe erhalten und zumindest in Teilen wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird?

Es wäre auch interessant zu wissen, was der jetzige Besitzer mit dem Schloss und dem Park vorhat, warum er seine Pläne und Ideen – falls er welche hat – nicht öffentlich macht? Wir finden, wenn man solch eine historisch und kulturell bedeutsame Immobilie mit Park kauft, hat man auch die Verpflichtung gegenüber der Allgemeinheit, für den Erhalt dieser Anlage Sorge zu tragen.

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Charlotte Scheffler

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Elisabeth Erbe

Bensheim