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Weiherhausstadion Das Kreuz mit dem Drehkreuz

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„Das Stadion bleibt fahrradfreie Zone“, BA vom 27. August

Das Fahrradverbot im Weiherhausstadion trifft Sportler, Besucher und solche, die das weitläufige Areal als Trasse genutzt haben, gleichermaßen. Diesen Personenkreis mit Vandalismusschäden in Verbindung zu bringen, ist hanebüchener Unsinn.

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Auch habe ich nicht einen einzigen durch einen Radfahrer provozierten Unfall in den letzten Jahren in Erinnerung, obwohl ich mehrfach wöchentlich mit dem Fahrrad auf dem Gelände unterwegs gewesen bin, um selbst zu trainieren oder Spielen meiner Kinder beizuwohnen.

Nachdem der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen worden ist, hat die Sportstätte doch zumindest bis 22 Uhr ihren Charme als Grillstätte und Ort flaschenwerfender Halbstarker eingebüßt.

Mir persönlich ist übrigens nicht ein einziger Sportler bekannt, der es begrüßt, dass aus dem Weiherhausstadion ein Hochsicherheitstrakt mit böse dreinblickenden Sicherheitsleuten gemacht wurde, die abends nicht herumlungernde Jugendliche, sondern dort trainierende Sportler aus dem Stadion herauskomplementieren.

Rücksicht aufeinander nehmen

Natürlich ist nichts dagegen einzuwenden, das Gelände nachts zu sichern, genauso wenig wie nichts dagegen einzuwenden ist, wenn jemand in Schrittgeschwindigkeit auf den Wegen entlangradelt. Mit etwas Rücksicht aufeinander ist das doch überhaupt kein Problem. Es versteht sich doch von selbst, dass man nicht mit einem Fahrrad oder Roller über die Tartanbahn oder das Spielfeld rast. Das sind im Übrigen in der Regel Kleinkinder, deren Mütter gerade joggend ihre Runden drehen.

Wir müssen wieder etwas abkommen von der Regulierungswut und den ganzen Verboten, die unser tägliches Miteinander unnötigerweise erschweren – und nur, weil es ein jahrzehntealtes Verbot gibt, sagt das noch lange nichts über die Sinnhaftigkeit eines solchen Verbotes aus (motorisierte Fortbewegungsmittel ausgenommen).

Ob künftig all diejenigen, die mit ihrem Fahrrad ausgesperrt werden, unfallfrei ihr Ziel erreichen, haben die Entscheidungsträger zu verantworten, die sich der Regulierungswut gebeugt und wohl fünfstellige Steuergelder dafür ausgegeben haben. Bleibt zu hoffen, dass unsere Fußgängerzone von Drehkreuzen verschont bleibt und für die sichere An - und Abreise der Gäste der Kneipe des FC 07 nicht noch ein bewachter Gondelverkehr eingerichtet werden muss.

Jürgen Stockmann

Bensheim

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