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Klimawandel CO2-Zahlenspiele sollen nur verwirren

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Leserforum „Prozentzahl aus der Schmuddelecke holen“, BA vom 1. Juni

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Die Zahlenspielereien im Leserbrief sind leider völlig unnütz. Wer wie hier willkürlich gewählte Zahlen miteinander multipliziert, erhält nicht mehr als eine pseudowissenschaftliche Prozentzahl ohne Bedeutung.

Doch selbst bei korrekter Berechnung der Zahl bleiben die Fakten bestehen: Die vom Menschen erzeugten CO2-Emissionen – mögen sie auch noch so gering erscheinen – erhitzen das weltweite Klima auf eine noch nie dagewesene Weise und riskieren damit das Überleben der meisten Arten (inklusive der Menschheit). Auch wenn der Leserbriefschreiber das offenbar nicht wahr haben will.

Es fehlt an Verständnis

Zu den Zahlen: Die Einzelwerte sind korrekt, ihre Verknüpfung aber ohne Sinn. Es fehlt offenbar am Verständnis für den globalen Kohlenstoffkreislauf: Die natürlichen CO2-Emissionen der Tiere und Menschen stehen seit Jahrtausenden im stabilen Gleichgewicht mit den CO2-Verbrauchern (Photosynthese der Pflanzen), was sich in einem CO2-Anteil von 280 ppm in der Atmosphäre widerspiegelte (Warmzeit-Temperaturniveau).

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Seit der Industrialisierung hat die Menschheit den CO2-Anteil durch Freisetzung von fossilem Kohlenstoff um etwa 120 ppm auf 400 ppm angereichert und damit eine fatale Erderhitzung in Gang gebracht. Daran hat Deutschland einen Anteil von wenigstens zwei Prozent, obwohl es nurein Prozent der Weltbevölkerung stellt.

Der menschliche Anteil an den weltweiten CO2-Emissionen von drei Prozent ist hingegen ein beliebtes Verwirr-Argument, denn es vergleicht Äpfel mit Birnen. Denn es sind die (vergleichsweise wenigen) freigesetzten fossilen Kohlenstoffmengen, die den bisher stabilen Kreislauf (aus riesigen CO2-Mengen) aus dem Gleichgewicht bringen. Dafür sind die Menschen zu 100 Prozent und nicht zu drei Prozent verantwortlich.

Übrigens hat die Menschheit Globalwerte über 400 ppm CO2 noch nie erlebt, der weltweite CO2-Anteil liegt gemäß wissenschaftlicher Erkenntnis seit mehreren Millionen Jahren niedriger (https://www.nature.com/articles/ncomms14845: „Future climate forcing potentially without precedent in the last 420 million years“, 4.4.2017).

Was ist also zu tun? Der Kohlenstoff-Kreislauf muss unter Kontrolle bleiben, um eine lebensfeindliche, sich selbst verstärkende Heißzeit zu vermeiden. Dazu muss der gesamte fossile Kohlenstoff im Boden bleiben, und zwar so schnell es irgend geht.

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Guido Carl

Lorsch

Info: Leserbrief-Richtlinien online: www.bergstraesser-anzeiger.de/leserforum

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