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Notreserve Beschämende Vorschläge zur Notreserve

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Ich wundere mich über der angeblichen „Experten“, die unsere Bundesregierung zur Energieversorgung in „Notfällen“ beraten.

26 Jahre mit Kollegen habe ich Reaktor und Turbine mit 1300 Megawatt Leistung in Biblis ohne größere Störungen gesteuert. Sollte es wirklich zu einem größeren Energieengpass kommen, kann man diese Anlagen, wenn sie in „Reserve“ stehen, nicht einfach so schnell zur Netzstützung wie ein Gas- oder Wasserkraftwerk hochfahren. Dazu sind viele Stunden beziehungsweise Tage nötig. Gradienten müssen unbedingt eingehalten werden, um Schäden durch Überhitzung an den Brennelementen und der unterschiedlichen Materialdicken der Rohrleitungen vorzubeugen. Auch die Reaktorphysik spielt in diesem Zustand eine große Rolle.

Weshalb lässt man denn nicht die Anlagen – wenn schon keine neuen Brennelemente mehr beschafft werden sollen – mit verminderter Leistung (Streckbetrieb) weiterlaufen?

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Ich weiß noch, es war in den 1980er-Jahren, als es durch Überlastung des Stromnetzes (die Netzfrequenz 50 Hz war nahe am Abschaltwert) die Netzverteilung sich bei uns meldete in der Hoffnung, dass bei uns keine Problemen auftreten und wir weiter zur Netzstützung in Deutschland beitragen.

Man darf gespannt sein, was der Regierung und den „Experten“ dazu noch einfällt. Es ist unglaublich: ein „Gipfel“ nach dem anderen und dann solche Vorschläge. Es ist beschämend.

Werner Schütz

Einhausen

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