Corona-Pandemie Bensheimer sollten zusammenhalten

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Wir haben im letzten Jahr sehr viele positive Erfahrungen mit dem Zusammenhalt der Bensheimer in schweren Zeiten gemacht. Wir haben gemeinsam Masken für Nachbarn und für Seniorenheime genäht, haben Einkaufsgemeinschaften gebildet, um die Schwächeren zu unterstützen. All das hat wunderbar funktioniert und wir hatten das schöne Gefühl, in der Not in Bensheim enger zusammengerückt zu sein.

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Kürzlich wurde nun unser Glaube in manche Bensheimer abgrundtief erschüttert. Unsere Tochter und unsere Enkeltochter kamen vorbei, um mir zum Geburtstag zu gratulieren (wir sehen unsere Enkeltochter regelmäßig). Wir haben dabei immer sehr auf Vorsichtsmaßnahmen und Abstand geachtet. Plötzlich klingelte es und drei Polizeibeamte standen vor der Tür – sie seien gerufen worden, weil in unserem Haus eine Party gefeiert werden würde und wir Besucher hätten. Das Ganze war schnell aufgeklärt, die Beamten haben sich für die Störung entschuldigt und sind wieder gegangen.

Denunziantentum wieder aktuell

Geblieben ist das schlechte Gefühl, dass nach der Hilfsbereitschaft offenbar nun das Denunziantentum wieder Hochkonjunktur hat. In der aktuellen Situation sind die Gemeinschaft und der Zusammenhalt untereinander mit die wichtigsten Dinge, die wir haben. Wenn wir jetzt aus Langeweile oder sonstigen niederen Beweggründen anfangen, uns gegenseitig wegen vermeintlicher Verstöße anzuzeigen, ist die Gemeinschaft erledigt und die Polizei hat nichts mehr anderes zu tun, als „Hexenjagd“ zu unterstützen.

Die Zeiten, in denen man Mitmenschen „angeschwärzt“ hat, hatten wir bereits mehrfach in Deutschland. Wir sollten als Gemeinschaft alles daransetzen, diese Tendenzen daher im Keim zu ersticken. Miteinander und nicht gegeneinander. Denn Bensheimer sollten zusammenhalten!

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Johanna Frey

Schönberg