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Splitt und Schotter BA-Leserbrief: "Die Friedhöfe in Bensheim verlottern immer mehr"

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Friedhof des Grauen: Ein sehr treffendes Wort für Schotter und Splitt auf Friedhöfen und in Gärten. Auf vielen Friedhöfen macht sich immer mehr Splitt breit und verdrängt das Grün. Auf Friedhöfe, die in nicht allzu weit zurückliegender Zeit noch Parkanlagen waren, macht sich immer mehr der hässliche (grauenvolle) Splitt breit.

Viele regen sich über mit Schotter zugedeckte Erde auf (ich auch). Schotter und Splitt gehören in den Steinbruch und nicht in Gärten. Die Stadt, die zurecht dagegen wettert, möchte am liebsten diese Gärten des Grauens verbieten. Gleichzeitig aber lassen sie zu, dass überall Friedhöfe des Grauens entstehen. Splitt, überall Splitt.

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Weiter wird auf Friedhöfen mit Fahrrädern gefahren. Auch Hunde werden dort ausgeführt, obwohl ganz klar und groß am Eingang des Friedhofes in der Friedhofsordnung steht, dass dies nicht erlaubt ist. Friedhöfe sind mittlerweile zu Friedhöfen des Grauens geworden. Friedhöfe verlottern immer mehr zu Steinbrüchen, in denen sich Gräber verirrt haben und das Unkraut massiv überhandnimmt. Wo bleibt da der Respekt vor den Toten.

Vieles wird übersehen

Kommen wir aber zum Punkt: Die Stadt macht hin und wieder auf den Friedhöfen Begehungen, um festzustellen, ob alles seine Ordnung hat. Dabei werden selbstverständlich die großen Dinge wie hässliche, bei Regen verschlammte Abkürzungen über Wiesen vor den Urnenwänden übersehen.

Des Nachts stehen die Tore offen, so dass Tiere für ihre Hinterlassenschaften und zum Buddeln sich hier aufhalten können. Alles wird ignoriert, nur Dinge, die der einfache Bürger einzuhalten hat, da werden die Muskeln spielen lassen. Ein Bildchen oval fünf mal sieben Zentimeter in Farbe auf der Urnenplatte ist Gegenstand des Ärgernisses. Erlaubt ist ein hässliches Bild sieben mal fünf Zentimeter in Schwarzweiß. An sowas wird sich hochgezogen, um das, was Arbeit macht, ja nicht zu berühren.

Es gibt vieles auf Friedhöfen, was mehr als im Argen liegt, da sollte man ansetzen – und sich nicht an einem Bildchen in Farbe oder Schwarzweiß hochziehen.

Rainer Ahlheim

Bensheim

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