AdUnit Billboard

Energiekosten Aus der Sicht eines Wohlstandsbürgers kommentiert

Lesedauer

Leserbrief zum Kommentar „Selbst ist der Bürger“, BA vom 5. Juli 2022.

Der Kommentar „Selbst ist der Bürger“ von Michael Backfisch, dass der Bürger viele Dinge selbst in die Hand nehmen soll, um Ressourcen zu sparen, ist durchaus sinnvoll. Leider zeigt er an einigen Stellen jedoch, dass er aus der Sicht eines Wohlstandsbürgers geschrieben wurde.

„Planeritis“?

Ich verstehe nicht, was an dem Vorschlag der DGB-Chefin Yasmin Fahimi „Planeritis“ sein soll. Einen Grundenergiebedarf möglichst günstig zu liefern und im Gegenzug den Verbrauch zu verteuern, je höher er pro Kopf ist, schützt diejenigen, die jetzt schon nicht mehr ihr Leben finanzieren können (kleine Rentner, Alleinerziehende, usw.) vor Abschaltung von Strom und Heizung. Dieser Teil der Bevölkerung kann es sich nicht leisten, mal eben alles auf LED umzustellen oder sich einen neuen Kühlschrank zu kaufen.

Mehr zum Thema

Kommentar Selbst ist der Bürger

Veröffentlicht
Kommentar von
Michael Backfisch
Mehr erfahren
Wirtschaft

„Viele Verbraucher werden schockiert sein“

Veröffentlicht
Mehr erfahren

Die bisherigen 30 Milliarden Euro Entlastung sind an vielen vorbeigegangen. Rentner, Studenten, Arbeitslose usw. bekommen keinen steuerfreien Betrag ausgezahlt. Vermutlich sind diese Mitbürger im Bekanntenkreis des Kommentators weniger vertreten.

Kein Irrweg

Ich halte diesen Vorschlag nicht für einen Irrweg. Bisher wurde ein hoher Verbrauch mit günstigen Preisen belohnt. Ich gehe davon aus, dass ein hoher Stromverbrauch pro Kopf meistens mit einem entsprechenden Lebensstil einhergeht. Dort besteht dann auch das Potenzial für Einsparungen. Es würde diejenigen, die Strom sparen, belohnen. Damit wäre es kein Irrweg, sondern ein Beitrag, die Einsparung zu fördern und gleichzeitig die Menschen an oder unter der Armutsgrenze vor dem Verlust von Gas und Stromlieferung zu bewahren.

Rolf Jaenchen

Zwingenberg

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1