Tarifkonflikt

Auf dem Rücken der Bahnkunden und Steuerzahler

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Zur Tarifauseinandersetzung der GDL mit der Deutschen Bahn

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Die erschreckende Kriegs- und Klassenkampfrhetorik des Vorsitzenden der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Claus Weselsky führt zu einer Eskalation des Tarifkonfliktes mit der Deutschen Bahn, der auf dem Rücken der Kunden und der Steuerzahler ausgetragen wird.

Es ist für mich unverständlich, in welch narzisstischer Weise die GDL ihre Forderungen erpresserisch durchsetzen will. Die Mitglieder der GDL sind beim Staatsunternehmen Deutsche Bahn sicher und ohne finanzielle Einbußen durch die Pandemie gekommen. Keine Kurzarbeit trotz leerer Züge, keine erhöhte Infektionsgefahr wie in der Pflege. Und trotz dieser komfortablen Situation fordert die GDL bei Milliardenverlusten der DB eine enorme Lohnsteigerung.

Die Zeche bezahlen auch hier die Kunden und alle Steuerzahler. Geschützt durch den Tarifvertrag der EVG, der betriebsbedingten Kündigungen ausschließt, stellt sich die GDL in der Öffentlichkeit als Kämpferin ihrer Mitglieder dar, ohne ins Wort zu bringen, dass ihre Mitglieder im Staatskonzern DB gut gebettet sind.

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Jedes GDL-Mitglied hat in Selbstverantwortung die Arbeitgeberin DB gewählt. Jetzt die Arbeitgeberin mit Dreck zu bewerfen, befremdet mich. Zur Selbstverantwortung gehört, die Arbeitgeberin DB zu verlassen, wenn sie so unwürdige Arbeitsbedingungen bietet. Jedoch auf höchsten Niveau zu jammern und sich, um die Wortwahl des Vorsitzenden der GDL aufzunehmen, die eigenen Taschen mit Steuergeldern zu füllen, ist unanständig.

Als Berufspendler kann ich nur hoffen, dass die Vernunft siegt und die Mitglieder der GDL erkennen, wohin die aggressive Verhandlungstaktik ihrer Gewerkschaft die DB und damit die Kunden und auch die Steuerzahler bringt. Kein Arbeitsplatz ist auf Dauer sicher – auch in einem Staatsunternehmen nicht. Ohne solidarisches Handeln kann die Krise der DB nicht ohne Arbeitsplatzabbau gemeistert werden.

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Johannes Haas

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Heppenheim