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Energiewende Alle zwei Kilometer ein Windrad in Höhe des Eiffelturms

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„Windkraft ist kein Standortkiller“, BA vom Donnerstag, 8. September

Einige Feststellungen im Artikel halte ich nicht für belastbar. Eine Strom- (Energie-) Versorgung allein mit Wind- und Photovoltaik-Anlagen im Kreis Bergstraße (wie auch im gesamten Deutschland) ist schlicht nicht machbar. Die Planung der hessischen Regierung zum Wind-Anlagen-Zubau würden eine Dichte der Anlagen ergeben derart, dass alle etwa zwei Kilometer ein „Eiffelturm“ gebaut werden müsste.

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Herr Mitsch schlägt sieben Anlagen in der Gemeinde Bensheim vor. Das ergäbe eine Leistung von 42 Megawatt und 900 Megawatt Windleistung im Kreis Bergstraße. Letzteres entspricht fast der Hälfte des ehemaligen Kraftwerks Biblis. Die Bürger werden sich sicherlich freuen. Zum Vergleich eine grobe Abschätzung des Bedarfs: 200 000 Kreis-Bürger haben einen Spitzenbedarf von etwa 200 Megawatt (ohne Reserve).

Die Feststellungen von Herrn Mitsch zum Vogelschlag sind nicht plausibel. Die genannte Höhe von 170 Metern betrifft wahrscheinlich die sogenannte Nabenhöhe. Derartige Anlagen haben Flügellängen von fast 100 Meter. Also: 170 Meter minus 100 Meter und noch zusätzliche Verwirbelungen ergeben durchaus gängige Flughöhen von Vögeln (30 bis 50 Meter). Der Vogelschlag ist bekannt; genauso wie die milliardenhafte Vernichtung von Insekten (Vogel-Nahrung).

Ebenso sind die Aussagen zum Infraschall fragwürdig. Entsprechende Untersuchungen zeigen ein anderes Bild. Warum wohl sucht die Firma ESM nach Methoden zur Schall-Reduzierung?

Ich lasse mir auch nicht erzählen, dass die Wegnahme von etwa der Hälfte der Energie der Windströmung (Umwandlung in Elektrizität) keinen Einfluss auf das (regionale) Klima (kein Regen, Starkregen, Austrocknungseffekte etc.) haben soll. Die andere Hälfte der Wind-Strömungs-Energie wird verwirbelt. Das hat die Natur so nicht vorgesehen.

Eberhard Wagner

Bensheim

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