Zu guter Letzt

Das Greenpeace-Dilemma

Von 
Michael Roth
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Bergstraße. Greenpeace will bekanntermaßen die Energiewende hierzulande vorantreiben, aber sie ist gegen den Abbau von Manganknollen in der Tiefsee. Beides zusammen wird nicht funktionieren. Denn Manganknollen enthalten die Metalle Mangan, Eisen, Kupfer, Nickel und Kobalt. Einige sind wichtige Rohstoff für Windkraftanlagen. In Deutschland gibt es keine eigenen Mangan-Vorkommen, die Hersteller sind auf Importe aus Chile, Russland und dem Kongo angewiesen. Und dort sind die Vorräte endlich.

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Und so wird im Rahmen eines europäischen Forschungsprojekts der Abbau der salatkopfgroßen Knollen in der Tiefsee zwischen Hawaii und Mexiko untersucht. Das teilte die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe gestern (BGR) mit. Greenpeace warnt davor, den Meeresboden auszubeuten und vor einer ökologischen Katastrophe. Die Aktivisten haben in bewährter Manier ihr Schiff Rainbow Warrior vor Ort in Stellung gebracht, bald dürften spektakuläre Proteste zu sehen sein. Aber immer gegen alles sein ist einfach.

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