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Zu guter Letzt

Alternative zum Abschalten

Von 
Michael Roth
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Bergstraße. Gar nicht weit weg, in Mannheim, steht Deutschlands größtes und sauberstes Kohlekraftwerk. Es lieferte nicht nur rund zehn Prozent des Stroms, den die deutsche Bahn im Jahr verbraucht, es versorgt auch den Großraum Mannheim-Heidelberg mit Strom und Fernwärme. Als Folge der neuen Klimagesetze wird das Kraftwerk nun wohl schon in sieben Jahren stillgelegt. Das scheint sicher. Alles andere als sicher ist, wo Strom und Fernwärme ab 2030 herkommen sollen. Gegen Alternativen gibt es im ganzen Land Widerstände. Bürgerinitiativen wenden sich gegen Windräder und Geothermie, nicht zu vergessen neue Stromtrassen. Nun wird in Mannheim über Abfallverbrennung, Flusswärmepumpen im Rhein und Biomassekraftwerke nachgedacht. Ob das reicht? Vielleicht gerade so für die Fernwärme, mehr vermutlich nicht. Wo der Strom künftig herkommen soll, ist völlig offen. Über eine Alternative, die sich zügig umsetzen ließe, wird gar nicht mehr gesprochen. Das Abscheiden und unterirdische Speichern von CO2. etwa. Die Technologie wurde übrigens einst von der deutschen Niederlassung des Alstom-Konzerns vorangetrieben - mit Sitz in Mannheim. Nach fehlender politischer Unterstützung wurde das Projekt aufgegeben. Es liegt bestimmt noch in den Schubladen und es wäre sinnvoll, nochmal darüber nachzudenken.

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