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Prinz Georg Wilhelm und sein Garten in Darmstadt

Von 
red
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Der Prinz-Georg-Garten in Darmstadt. © SG/Michael Heukel

„Herzlichen Glückwunsch, Prinz Georg!“, heißt es in diesem Jahr im Darmstädter Prinz-Georg-Garten. Mit Führungen, Festlichkeiten und Mitmachangeboten feiern die Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen in Kooperation mit der Großherzoglichen Porzellansammlung den 300. Geburtstag Prinz Georg Wilhelms von Hessen-Darmstadt (1722-1782). Den historischen Garten schenkte Landgraf Ludwig VIII. von Hessen-Darmstadt (1691-1768) im Jahr 1764 seinem Zweitgeborenen, dessen Namen er heute trägt.

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„Der Prinz-Georg-Garten liegt im Herzen Darmstadts und doch ein bisschen versteckt hinter seinen Mauern. Er ist ein ganz besonderes gartenkünstlerisches Schmuckstück unter unseren Sehenswürdigkeiten“, so Kirsten Worms, Direktorin der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen.

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Die etwa 1,8 Hektar große Anlage, die an den städtischen Herrngarten grenzt, lässt mit ihren geometrisch angelegten Beeten, Orangeriegarten, Wasserbassin, Heckentheater, Bosketten und Sonnenuhren den gartenkünstlerischen Einfluss Frankreichs im 18. Jahrhundert erkennen. Für Prinz Georg Wilhelm war der – damals vor den Toren der Stadt gelegene – Garten vor allem ein intimes Refugium. Hier zog er sich mit seiner Familie und aristokratischen Freunden von den offiziellen Verpflichtungen und der höfischen Etikette zurück und genoss unbeschwerten Zeitvertreib und ungezwungene Festlichkeiten. Besonders gefeiert wurde stets der Geburtstag des Prinzen am 11. Juli.

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„In dieser Tradition planen wir das Geburtstagsfest am 17. Juli als Höhepunkt des Jubiläumsjahres. Historische Darsteller, die stilgerecht gekleidet im Garten flanieren, werden Besucherinnen und Besucher in die Welt des Rokoko entführen und ihnen einen Einblick in das fürstliches Amüsement des 18. Jahrhunderts geben“, erläutert Alexa Beatrice Christ, die Direktorin der Großherzoglich-Hessischen Porzellansammlung.

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Neben der Geschichte des Gartens stehen aktuelle gärtnerische Projekte im Fokus der Veranstaltungen. So lädt das Fachgebiet Gärten und Gartendenkmalpflege der SG am 26. Juni zum Aktionstag „Wissen wächst im Garten“ ein. Das Ziel des seit 2021 bestehende Vermittlungsprogramm ist es, das Verständnis und die Begeisterung für Gartenkunst und ihre Bewahrung sowie für die besonderen Herausforderungen, die sich durch den Klimawandel ergeben, wachsen zu lassen. Auf einem Erlebnisspaziergang können große und kleine Besucher spielerisch Wissen über den Garten, seine Geschichte, seine Pflanzen, Sortenvielfalt und Nachhaltigkeit sammeln.

Wie im 18. Jahrhundert ist der Prinz-Georg-Garten auch heute wieder durch das Nebeneinander von Blühpflanzen, Kräutern, Obst und Gemüse geprägt. „Im Prinz-Georg-Garten werden historische Apfel- und Birnensorten als Kleinobst angebaut, und allerlei Kräuter und Gemüsesorten, die es heute im Laden nur sehr selten zu kaufen gibt“, so Inken Formann, Leiterin des Fachgebiets Gärten und Gartendenkmalpflege der SG. „Wir erweitern unsere Sortenvielfalt und erhalten damit Sorten, die vom Aussterben bedroht sind.“ Wie dies aktuell umgesetzt wird, ist Thema am 10. September bei der Führung „Alte Sorten im Prinz-Georg-Garten“, bei der auch kleine Kostproben gereicht werden.

Auch in dieser Saison hat ab Mai der Verkauf in der Gärtnerei geöffnet. Bis Oktober können dann jeweils mittwochs von 10 bis 14 Uhr und freitags von 10 bis 1230 Uhr Kräuter, Gemüse, Obst und Pflanzen erworben werden.

Einen besonderen historischen Blick auf den Garten bietet Matthias Lothhammer mit seiner Führung „Mein Garten, mein Plaisir“, die an drei Terminen stattfindet. Hier schlüpft er für etwa eine Stunde in die Rolle eines landgräflichen Oberhofgärtners, der seine Gäste mit auf eine Zeitreise ins 18. Jahrhundert nimmt. red

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