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Open-Air-Veranstaltungen - Am 13. und 14. August spielen jeweils zwei Bands / Neuausrichtung nach der Trennung von Guru Guru

Finkenbach-Festival im Kleinformat

Von 
Hans-Joachim Holdefehr
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© Veranstalter

Region. Das traditionsreiche Finkenbach-Festival („Finki“) im gleichnamigen Odenwald-Dorf – heute ein Ortsteil von Oberzent – hat durchaus unruhige Zeiten hinter sich: Erst kamen die Trennung von Mani Neumeier und seiner Band Guru Guru und eine grundsätzliche Neuausrichtung des Programms; dann kam Corona. Im vergangenen Jahr musste das Festival wegen der Pandemie ausfallen; in diesem Jahr soll es nun zumindest eine Neuauflage im Miniatur-Format geben.

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Lange Zeit ein „Klein-Woodstock“

Vor über 40 Jahren gegründet, profitierte das Festival jahrzehntelang von den Kontakten, die Guru-Guru-Chef Neumeier in der Musikszene hat. Neumeier war auch immer mehr oder weniger alleine für die Bandauswahl zuständig, die örtlichen Vereine – Feuerwehr und Fußballclub – kümmerten sich um die eigentliche Durchführung mitsamt der Logistik. Mit Konzerten etwa von Kraan, Embryo, Birth Control, Man, Pretty Things, Arthur Brown und eben Guru Guru wurde Finkenbach – auch wegen der Atmosphäre auf dem Festival-Gelände – zu so etwa wie „Klein-Woodstock im Odenwald“, ein Treffpunkt für Alt- und Neu-Hippies sowie Freunde des Progressive Rock.

Diesmal mehr regionale Bands

Dass man über die zukünftige inhaltliche Ausrichtung zuletzt unterschiedlicher Meinung war, war es wohl auch, was zum Bruch zwischen Neumeier und den anderen Veranstaltern im Ort führte. Der danach geplante Neubeginn wurde allerdings erst einmal durch die Corona-Krise vereitelt.

Jetzt, im Sommer 2021, ist es mit der Pandemie zwar noch immer nicht vorbei, aber die Regelungen sind mittlerweile so, dass das Festival in kleinerem Rahmen stattfinden kann – diesmal nicht mit internationalen Bands, sondern vor allem mit Musikern aus der Region. Nach aktuellem Stand sind pro Abend 500 Besucher erlaubt, die ihre Plätze an den aufgebauten Bierbänken zugewiesen bekommen. Einlass ist jeweils um 17 Uhr, Beginn jeweils um 19 Uhr.

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Am Freitag, 13. August, spielt zunächst das Duo Leadbelly Calls: Timo Gross und Adax Dörsam widmen sich in ihrem Programm dem Schaffen von Huddie Ledbetter, der als Leadbelly zu einem der bedeutendsten frühen Blues-Musiker wurde. Um 21 Uhr folgt der Auftritt von Dr. Woggle & the Radio, einer achtköpfigen Formation aus Weinheim, die traditionellen Ska mit Rocksteady und Reggae mischt.

Das Programm am 14. August beginnt um 19 Uhr mit der Karibik-Band Riddim Posse, deren musikalische Pfeiler Reggae und Soca sind. Zur Besetzung gehören Musiker aus Barbados, Trinidad und Tobago, Ghana, Mosambik und Deutschland. Den Abschluss bestreitet ab 21 Uhr die Gruppe The Big Fuzz, die früher unter dem Namen Lava bekannt war und sich nach dem Tod ihres Perkussionisten Jesse Günther entschlossen hat, unter neuer Bezeichnung weiterzumachen. Zur Besetzung gehören Boris Angst (Schlagzeug), Rolf Breyer (Bass) sowie der Sänger und Gitarrist Alex Auer. Angekündigt wird ein Repertoire aus Soul, Rhythm ’n’ Blues, Funk, Rock und Reggae mit Freiraum zur Improvisation.

Redaktion Hans-Joachim Holdefehr ist Redakteur beim Bergsträßer Anzeiger.

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