Spielt doch mal wieder! - „Cluedo“ gilt als Klassiker unter den Brettspielen, „Verfuxt“ ist eine Alternative für Vorschulkinder / Die Spielerei hat die Titel in ihrem Programm Die spielerische Suche nach dem Täter

Von 
Ursula Kretschmer
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Elias und Noah sind bei „Verfuxt“ mit Eifer bei der Sache. © Kretschmer

Bergstraße. Die Spielerei in Zwingenberg bietet viele Klassiker unter den Brettspielen an: „Fang den Hut“, „Monopoly“ oder „Hase und Igel“. Zu dieser Kategorie gehört ohne Zweifel auch „Cluedo“ (Verlag Hasbro): Zwei bis sechs Spieler müssen kriminalistisch aktiv werden und einen Mord aufklären. Die Grundidee ist so einfach wie spannend. Es gibt verschiedene Verdächtige, verschiedene Tatwerkzeuge und verschiedene Räume, die als Karten die Basis des Spiels sind. Sieger ist, wer herausfindet, wer der Täter ist, und mit welchem Werkzeug er wo den Mord begangen hat.

In Zusammenarbeit mit der Spiele rei Bergstraße stellt der BA ...

In Zusammenarbeit mit der Spiele rei Bergstraße stellt der BA in locke rer Folge Brett- und Kartenspiele vor, mit denen man sich nicht nur, aber gerade auch in Zeiten der Corona-Beschränkungen einen schönen Abend machen kann.

Verdächtigungen entkräften

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Aus diesem Grund wird zu Beginn des Spiels jeweils eine Karte aus den drei Kategorien verdeckt gezogen und in eine Mappe gelegt, alle anderen Karten werden an die Spieler verteilt. Die Spieler versuchen jetzt herauszufinden, welche drei Karten sich in dieser Mappe befinden, indem sie sich auf dem Spielplan bewegen, die verschiedenen Räume betreten und dort Verdächtigungen äußern. Die eigenen Karten zeigen schon einmal an, wer es nicht gewesen sein kann. Die Karten der Mitspieler bekommt man dadurch zu sehen, dass sie eine Verdächtigung entkräften müssen, wenn sie die entsprechende Karte besitzen.

Neue Version für mehr Tempo

Die alte Version aus den 1970er Jahren war teilweise etwas langatmig, wenn man sie zu viert spielte. Die neue Version, die es auch in der Spielerei auszuleihen gibt, forciert das Tempo durch sogenannte Beweiskarten. Diese führen dazu, dass ein Tatwerkzeug mitten im Spiel offen für alle ausgelegt werden muss oder dass alle Spieler ihrem Nachbarn eine der eigenen Karten zeigen müssen. Dadurch gewinnt das Spiel an Tempo, gerade auch für jüngere Kinder. Die Altersangabe „ab acht“ passt, kann individuell aber auch manchmal abweichen.

Für Vorschulkinder, aber auch für ältere Grundschulkinder, die gemeinsam einen Dieb stellen möchten, ist „Verfuxt!“ (Verlag Carletto) die perfekte Wahl. Hier muss ein Fuchs gefunden werden, der das goldene Ei aus dem Hühnerstall gestohlen hat. So wie bei „Cluedo“ werden Karten gemischt und der Täter zur Seite gelegt. Ziel ist es herauszufinden, welcher Fuchs es war.

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Zur Debatte stehen 16 Füchse mit verschiedenen Gegenständen, zum Beispiel einem Hut, einem Schirm oder einer Tasche. Über einen sogenannten Fuchsscanner kann durch geschicktes Würfeln herausgefunden werden, ob der Täter den Gegenstand besitzt oder nicht. Verdächtige können auf diese Weise ebenfalls bestätigt oder von der Liste gestrichen werden. Kindgerecht bedeutet der zweite Fall, dass die Karte des bis soeben Verdächtigen in die Schachtel zurückgelegt wird. Alle Kinder spielen zusammen und können sich absprechen. Ob der Fuchs den Gegenstand hat oder nicht, muss man sich merken. Da es aber ein kooperatives Spiel ist, reicht es aus, wenn ein Spieler den Überblick behält.

Schneller sein als der Fuchs

Wenn die Kinder es gemeinsam schaffen, den Verdächtigen zu benennen, bevor der Fuchs seinen Bau erreicht hat, haben sie gemeinsam gewonnen, ansonsten haben sie verloren und sollten eine neue Chance in Form einer weiteren Runde in Angriff nehmen. Aktionen sind möglich, wenn man entsprechend seiner Ankündigung mit den drei Würfeln die korrekten Symbole erwürfelt hat. Das ist durch drei Versuche, bei denen man Würfel zur Seite legen kann, oft möglich, aber nicht immer. In diesem Fall darf der Fuchs drei Felder in Richtung seines Baus laufen. Dann steigt die Spannung und alle hoffen, dass der nächste Spieler mehr Würfelglück hat.

Analoges Hilfsmittel

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Der Fuchsscanner in Form eines Kartenhalters, der bestimmte Informationen auf der eingeschobenen Karte sichtbar macht, ist ein vollkommen analoges Hilfsmittel. Durch den Spannungsaufbau im Spiel und die einfache Handhabbarkeit lockt er aber auch Grundschüler aus der Reserve, die sich in der Welt von Minecraft oder Brawl Stars locker zurechtfinden.

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Beide Spiele gibt es in der Spielerei zum Ausleihen, zu kaufen gibt es sie im Spielwarenhandel oder in Kaufhäusern, aber auch nach Vorbestellung in vielen Buchläden.