Umwelt - Am 22. März findet der Weltwassertag statt. Der Tag erinnert alljährlich an die Besonderheiten der essenziellsten Ressource allen Lebens „Valuing Water: Wert des Wassers“

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Vom Weltraum aus ist deutlich zu sehen, dass zwei Drittel der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt sind. Jedoch beläuft sich der Süßwasseranteil dieser Fläche auf nur drei Prozent. Daher sollten wir uns für die Qualität unserer Gewässer einsetzten. © timothyh - stock.adobe.com/Rhein

Auf Satellitenaufnahmen unserer Erde wird deutlich: Die Erde wird zurecht als Blauer Planet bezeichnet, da mehr als zwei Drittel der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt ist, sodass aus dem Weltall der Eindruck entsteht, dass von dieser Ressource mehr als genug zur Verfügung stehen müsste. Obgleich 20 Liter pro Kopf für Trinken und Hygiene völlig ausreichend sind, leiden 2,2 Milliarden Menschen unter Wasserknappheit, da es sich bei dem weltweiten Wasservorkommen bei nur drei Prozent um Süßwasser handelt. Am 22. März (Montag) findet der Weltwassertag statt, an dem sich die UNICEF dafür einsetzt, dass Menschen genügend Wasser bekommen. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto „Valuing Water: Wert des Wassers“.

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Wasser ist ein Menschenrecht, doch dieses wird durch den Klimawandel und das Bevölkerungswachstum immer knapper. Betroffen von der Wasserknappheit sind weite Teile Lateinamerikas und Asiens, vor allem jedoch der südlich der Sahara gelegenen Teil des afrikanischen Kontinents und dort vor allem die ländlichen Gebiete und die Slums, in welchen das Wasser bis zu zehnmal mehr kostet als in reichen Gebieten.

Gerade während der Corona-Krise wird die Bedeutung von Hygiene deutlich, um Krankheitsausbrüche zu stoppen. Täglich sterben 800 Kinder an Krankheiten, die auf die mangelhafte Wasserversorgung zurückgehen. Selbst in Krankenhäusern finden wasserbedingte Infektionen statt, da jedes vierte Krankenhaus weltweit nicht über fließendes Wasser zum Händewaschen verfügt. Auch in Bezug auf die Emanzipation der Frau ist die Wasserknappheit ein Problem. Meist sind es Mädchen und Frauen, die in den Ländern des globalen Südens viele Kilometer auf sich nehmen, um Wasser zu holen – Zeit, in der Mädchen nicht in die Schule gehen können.

Für uns sollte an der Bergstraße dieser Tag zum Nachdenken anregen, denn durchschnittlich verbrauchen wir im Landkreis täglich 116 Liter. Ferner sollten wir dafür einsetzen, dass die Gewässer nicht an ihrer Qualität verlieren. Sophia Rhein

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