Unglück: Die Bergungsarbeiten in der Domstadt dauern an / Viele Menschen verlieren ihr Hab und Gut Kölner Stadtarchiv liegt in Schutt und Asche

Lesedauer: 

Gestern vor einer Woche hatte sich in Köln sowohl eine menschliche als auch eine kulturelle Tragödie ereignet. Das Kölner Stadtarchiv, welches historische Dokumente mit beinah unschätzbarem Wert bewahrte, sowie benachbarte Häuser stürzten in Folge einer Erdbewegung, die womöglich durch den U-Bahn Ausbau verursacht wurde, ein.

AdUnit urban-intext1

Zwei Menschen und der Großteil der Archivalien wurden hierbei verschüttet. Es wird sicherlich noch lange Zeit dauern, bis die Papiere allesamt ausgegraben und restauriert sind.

Die Suche nach den Vermissten gestaltet sich besonders schwierig, da durch instabile Hausruinen und den immer wieder wegsackenden Boden für die Rettungskräfte selbst Lebensgefahr besteht.

Aus diesem Grund konnte erst am Freitag damit begonnen werden, die beiden verschütteten Männer aufzuspüren. Um die Unfallstelle zu sichern, mussten allerdings weitere Wohnungen abgerissen werden und Dutzende Menschen sind mittlerweile obdachlos, ihr Hab und Gut liegt in Schutt und Asche.

AdUnit urban-intext2

Die Kölner Verkehrsbetriebe sprachen Angehörigen und Opfern der Katastrophe derweil ihr Beileid aus, die Schuldfrage blieb jedoch immer noch ungeklärt.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung, Baugefährdung und fahrlässiger Tötung gegen Unbekannt. Michelle Maier