Eigene Meinung - BAnane-Redakteur Marco findet, dass man gerade dort nicht für Alkohol werben sollte

Fernseh-Reklame als Problem

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Werbung für Spirituosen begegnen uns dort immer wieder. © Mautry

Jedes Kind hat früher, als es vor dem Fernseher saß, Werbung zu Gesicht bekommen. Von Spielzeug, Essen und dem Programm. Einzig und allein mit dem Ziel, den Zuschauer zum Konsum dieser Waren oder Dienstleistungen zu bewegen. Prinzipiell entspricht dies dem allgemeinen Plan der Werbeindustrie. Doch problematisch wird das Ganze dann, wenn man beginnt, für Alkohol zu werben. Und das nicht erst spät in der Nacht auf vermeintlich kleineren Sender, sondern auch tagsüber auf den großen Sendern. Dort darf rein rechtlich den ganzen Tag über Werbung für Wein, Bier und Sekt geworben werden und ab 17 Uhr auch für Schnaps wie Wodka oder Whiskey.

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Die Altersgruppe, welche am meisten Zeit vor dem Fernseher verbringt, ist 14 Jahre alt (Statista) und somit nicht berechtigt, Alkohol zu kaufen oder gar zu trinken, wird aber trotzdem durch die Werbung dazu animiert. Laut „Kenn dein Limit“ trinken Deutsche den ersten Alkohol kurz vor ihrem 15. Lebensjahr, also zu einem Zeitpunkt, zu dem sie keinerlei Alkohol erwerben dürften. Jährlich sterben über 74 000 Menschen in Deutschland an den Folgen von Alkohol. Ein Zellgift, ein Rauschmittel, welches tagsüber im Free-TV beworben wird.

Risiken finden kaum Erwähnung

Alkohol ist pures Gift für den Menschen und viele merken dies erst zu spät. Das liegt daran, dass sie es nicht wahrhaben wollen. Viele fangen aber auch schon im jungen Alter an und nach den ersten Bieren folgt dann schnell Schnaps, welcher mehr als oft unterschätzt wird und dessen Überkonsum nicht selten im Krankenhaus endet. Und genau dieser Schnaps wird im Fernsehen beworben, während in diesen Spots die Risiken kaum bis gar nicht erwähnt werden und Jugendlichen noch der Kauf empfohlen wird.

Meiner Meinung nach gehört Werbung für Alkohol im Fernsehen komplett verboten, einfach, um Kinder nicht schon von klein auf die Idee zu bringen, das eines Tages trinken zu wollen. Marco Mautry

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