Energiewende in Hogwarts

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Wie ist die Energiebilanz von Hogwarts? Manch einer wird sich schon gewundert haben, warum die Spitzdächer des Schlosses nicht von Photovoltaik und sein Außenbereich nicht von Windkraftanlagen belegt sind. Die Antwort ist denkbar einfach: Die Hexen und Zauberer benötigen keinen Strom. Der Strom ist für uns Muggel das Äquivalent zur Zauberkraft. Nur mit Strom können wir all diejenigen elektrischen Geräte bedienen, für die in der zauberhaften Parallelwelt ein Finger- oder Zauberstabschwingen genügt. Mister Weasleys glühende Leidenschaft für Stecker wird dadurch erst nachvollziehbar. Das Element Feuer spielt durch das Fehlen von Elektrizität eine große Rolle: Nicht nur in puncto Wärme und Licht, sondern auch als Kommunikations- und Transportmittel werden Fackeln und Kamine eingesetzt. Wirklich nachhaltig verhalten sich die Hexen und Zauberer dennoch nicht: Jedes Jahr werden haufenweise neue Bücher benötigt, die nur selten ihren Weg in den Gebrauchtwarenladen in der Winkelgasse finden. Die oft tierischen Zutaten zum Brauen von Zaubertränken werden verschwenderisch genutzt und die Resultate am Ende weggekippt. Der Hogwarts-Express fährt selten, aber sicher nicht CO2-neutral. Und was passiert eigentlich mit den Resten der Mahlzeiten? Apropos: Die Hauselfen, die diese Speisen zubereiten, sind quasi Sklaven – Hermine hätte sich also ebenso gut für B.Elfe.R wie für Amnesty International einsetzen können. Und auch sonst lassen sich einige Probleme unserer modernen Gesellschaft in der Zaubererwelt finden, schließlich existiert dort beispielsweise ein großes Misstrauen gegenüber anderen zauberhaften Wesen wie Kentauren, Kobolden oder Riesen. Bibi Blocksberg kann kein Wetter hexen. Aber vielleicht können ihre Kollegen aus Joanne K. Rowlings Welt dem Klimawandel entgegenzaubern. Bis neulich, Eure BAte